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Das Gemeindefest vom 8. Juli 2001
Hoffentlich regnet es nicht oder nur mal zwischendurch - das war die größte Sorge der Mitarbeiter.
Und - Gott sei's gedankt - konnten wir trockenen Hauptes bei angenehmen Temperaturen unser Fest auf unserem Kirchengelände feiern. Das vorletzte. Im nächsten Jahr heißt es, wenn alles gut läuft, Abschied nehmen von der Friedensstraße und Ende des Jahres umziehen in den Neubau in der Rathausstraße. Kirche im Bau.
Zu einer Bausteinaktion anderer Art wurden morgens im Familiengottesdienst alle Anwesenden eingeladen. Luftballons wurden faustgroß mit Sand gefüllt und mit einem Gesicht versehen. Jeder bekam einen in die Hand und konnte ihn individuell ausformen. Danach waren alle aufgerufen, mit "ihrem" Gesicht und "Kopf" ein Haus der lebendigen Steine zu bauen, ein Mauerwerk aufzuschichten.
Kirche im Bau - wir sind ein Haus lebendiger Steine, ein Gotteshaus aus lebendigen Steinen.
Nachmittags viel Zeit für Begegnungen, für Aufmerksamkeiten. Einige Jugendliche und Mitarbeiterinnen luden Kinder zu einer abwechslungsreichen Spielstraße ein. Viele andere hatten sich für verschiedene Dienste eingetragen, aus denen solch ein Fest zusammengebaut wird. So baut sich Kirche: einige sind bereit, für andere da zu sein, ihnen Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.
Das unterstreicht auch der Satz, den die Kinder am Ende der "Baustellen-Rallye" am Nachmittag auf ihrer Lösungskarte stehen hatten:
Ich baue mit.
Wenn viele gemeinsam bauen, kommt auch etwas heraus, was vielen Freude bringt, z.B. die zahlreichen angeregten Unterhaltungen bei Steak, Wurst oder einem bunten Salatteller.
Auch bei Kaffee und Kuchen ließ es sich gut plaudern - vielleicht wurden auch tiefsinnige Gespräche geführt, wer weiß.
Nicht zuletzt hatten wir in diesem Jahr ein besonders reichhaltiges musikalisches Programm.
"Irgendwo auf der Welt gibt's ein kleines bißchen Glück" sang unser ökumenischer Konfirmationschor. "Irgendwo fängt der Weg zum Himmel an...." - auch das ist Kirche im Bau: der Anfang eines Weges zum Himmel.
Livemusik, eine Drehorgel, ein kleiner Flohmarkt und die Vorführung unserer Website waren weitere Verschönerungen an unserem Haus aus lebendigen Steinen.
Und weil das Reich Gottes größer ist als St. Leon-Rot und weil die Sorgen andernorts ungleich schwerer sind als bei uns, haben wir die Kollekte des Gottesdienstes und den Ertrag eines Bastelstandes von Kindern nach Kenia zu DIGUNA geschickt als Baustein für ein Kinderheim für aidskranke Kinder. Noch eine andere Seite von Kirche im Bau.
Die Einnahmen des Gemeindefestes werden wir dieses Jahr für unseren Kirchbau verwenden.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die auf die eine oder andere Art mitgebaut haben und weiterhin dabei sind und an alle, die durch ihren Besuch ihre Verbundenheit mit unserer Gemeinde gezeigt haben
Doris Vielsack
