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Konzert mit Frieder Gutscher
am 10.5.2002 im ev Gemeindesaal in St.Leon-RotKurz nach 20.00 Uhr eröffnete Frieder Gutscher mit einem irischen Instrumentalstück sein Konzert "Lebensmelodie".
Gut 30 Besucher waren gekommen. Manche kannten einen Teil seiner Lieder vom Kurs "Reli für Erwachsene", in dem seine Lieder zu Programm gehörten.
Frieder Gutscher gehört als Musiker zur Zunft der Liedermacher wie Reinhard Mey und Hannes Wader. Das heißt, er schreibt seine Lieder und Melodien fast ausnahmslos selber und trägt sie vor, indem er sich selbst an der Gitarre begleitet.
Er erzählt dabei von ganz konkreten Lebenssituationen, von Lebensgefühlen, die man als Zuhörer leicht mit eigenen Beispielen bestätigen kann. Zur Lebenserfahrung gehört für ihn als Christ ganz natürlich die Gotteserfahrung. In seinen Texten fasst er sehr einfühlsam die Bruchstellen oder Krisen unseres Leben in Worte und gibt ihnen eine Perspektive, die aus dem Glauben kommt. Seine Melodien geben gekonnt seinen kleinen Lebensstudien Farbe. Immer wieder fordert er die Zuhörer dazu auf, den Refrain mitzusingen. Mit einigen irischen Instrumentalstücken zwischen einzelnen Liedblöcken setzt Frieder Gutscher noch einen anderen musikalischen Akzent. Die einzelnen Lieder selber bereitet mit Ansagen vor. Er erzählt Geschichten, bringt Zitate, macht Angaben zur Entstehungssituation eines Liedes.
Dabei erfahren die Zuhörer auch, dass er selber zu der evangelischen Lebensgemeinschaft "Weizenkorn" gehört. Diese betreibt im Allgäu eine therapeutische Einrichtung für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren in schweren Lebenskrisen. Wer anderen helfen will, der braucht einen starken Grund der Hoffnung. Davon singt Frieder Gutscher sehr überzeugend in seinen "Lebensmelodien".
Ich (Gott) aber will, dass du lebst, aus Zerbrochenem aufstehst. Du sollst werden, wachsen, aufrecht gehen, Blüten tragen, Früchte sehn. Ich will, dass du lebst, nicht an alten Wunden klebst, dich nicht länger versäumst, indem du nur dein Leben träumst". So mitreißend kann biblische Hoffnung sein.
Nach zwei Stunden waren sich die Besucher einig, einen anrührenden, ermutigenden und dabei musikalisch sehr schönen Abend erlebt zu haben.
