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Wie Vincent-Marius sich nach Bethlehem beamte.
Ein Weihnachtsspiel von Maria Bierwald, Doris Vielsack, Julia Luttert und Kornelia Stamm.
Das Weihnachstspiel wurde von Mitarbeitern der ev. Kirchengemeinde St. Leon-Rot am 24. Dezember 2002 beim Familiengottesdienst im Harres aufgeführt.
Mitspieler: Tannenbaum, Vincent-Marius, Vater, Mutter, die Hirten: Daniel, Andreas, Markus, Simon, Jeremias, Jakob, Esther, Sarah, Ruth und Johannes, ein Hirtenhund, 1. Engel, Maria, Joseph, Engelchor, Schafe.
1. Szene
(Zu Beginn ist das Licht aus, Das Licht geht an und man sieht das Wohnzimmer der Familie Übersatt:
Das Wohnzimmer ist auf der linken Seite der Bühne angedeutet. Der Vater sitzt auf dem Sofa. Vor dem Sofa ein kleiner Tisch, auf dem Bierdosen stehen. In der Ecke ein großer Fernseher mit der Rückseite zur Bühne). Ein Stück neben dem Sofa steht der Tannenbaum, geschmückt. Rechts ein Computertisch mit Computerzubehör und einem übergroßen Bildschirm.
Vincent Marius betritt mit einem Discman die Szene, dazu Musik "ice ice baby" zu der er sich bewegt. Er setzt sich an den PC und beginnt herumzutippen. Musik aus.. Vincent-Marius ist nur leicht bekleidet.)
Tannenbaum: Das ist also nun der heilige Abend! Ich stehe hier im Zimmer und bin prächtig geschmückt. Jahrelang bin ich draußen im Wald gewachsen. Bei Wind und Wetter, bei Regen und Wind, Tag und Nacht war ich da draußen. Immer wieder habe ich von meinen Brüdern gehört: Die Schönsten von uns werden einmal Weihnachtsbäume werden. Man bringt sie im Winter ins Haus und schmückt sie. Dann feiern die Menschen um uns ein wunderbares Fest. Sie freuen sich und sind so recht von Herzen glücklich. Sie singen und beschenken sich gegenseitig und erinnern sich an die Geburt von Jesus.
Wie sehr habe ich mich auf diesen Abend gefreut!
Aber hier ist es irgendwie ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe: Niemand singt. Keiner freut sich. Die Eltern sehen fern und der Junge spielt Computer. Was ist nur los?
Vincent-Marius: Zu blöd, dass heute Familienabend angesagt ist. Das ist hier bei meinen Alten doch elend langweilig. Geschenke gibt es erst später und im Fernsehen läuft auch nur ne Folge von (verächtlich) "der Alte" von 1985. Hoffentlich krieg ich wenigstens ein paar coole neue Spiele für meinen PC. Sonst häng ich die ganzen Ferien wieder bloß rum. Hunger hab ich auch so langsam. Aber was zu futtern gibt's bei uns immer erst nach dem Geschenken.... (dreht sich um) Papa, wann gibt's endlich die Geschenke?
Vater: Gleich, Vincent-Marius! Erst will ich wissen, wer in dem Krimi die Haushälterin wirklich umgebracht hat!
(Die Mutter tritt auf)
Mutter (zu Vincent-Marius): Was spielst du denn Schönes? GTA 2? Wie gut du das kannst! Aber jetzt sicher mal deinen Spielstand, damit du ihn nicht verlierst, mein Teddy-Bärchen!
Gleich bekommst du deine Geschenke und dann gibt es Abendessen und hinterher machen wir es uns mit Lebkuchen und Plätzchen so richtig schön gemütlich.
(Die Eltern gehen hinaus und kommen mit einem Bollerwagen voller Pakete zurück. Der Vater hat eine Weihnachtsmannmütze auf. Musik: Morgen kommt der Weihnachtmann)
Vater: Hier mein Junge. Schau' dir mal die herrlichen Geschenke an. Ist das nicht toll, was wir uns alles leisten können!
Na endlich! Wurde ja auch langsam Zeit. Mal sehn, was sie diesmal alles eingepackt haben.
(Er beginnt, die Pakete aufzureißen und kommentiert jeweils den Inhalt. Sein Ton ist mürrisch.)
Och nö, Unterwäsche!... Noch ein Paket mit Socken!... Hab' ich nicht schon genug Pullover?... Oh, Mann, mit so einer Jacke geh' ich bestimmt nicht über'n Schulhof. Die war wohl vom letzen Schlussverkauf?... Ach, was haben wir denn da? Ein Roller,...ist ja noch nicht mal ne richtige Marke!
Ein neuer Fernseher und ein Handy .... wurde ja auch langsam Zeit, das Alte war vom Geburtstag letztes Jahr und ist mega out.
Ach,hier scheint ja ein bisschen Unterhaltung für meinen Computer drin zu sein. Wenigstens ein Lichtblick!... Mama, das waren aber zwei Pakete weniger als im letzten Jahr. Ich glaub' Ihr liebt mich nicht mehr so richtig.
Tannenbaum: He, Vincent-Marius, den Spruch hast du aber bei Harry Potter geklaut!
Mutter: Aber Vincent-Marius, wie kannst du nur so etwas denken! Es hat insgesamt sogar hundertfünfzig Euro mehr gekostet! Da siehst du, wie lieb wir dich haben!
Tannenbaum: Au Backe, wird Liebhaben in Euro gemessen?
Mutter: So, ich muss jetzt aber in die Küche und den Braten in die Mikrowelle stellen. Und Papa muss jetzt Nachrichten schauen! Bis zum Essen darfst du noch ein wenig mit deinen schönen neuen Sachen spielen.
(Die Mutter geht hinaus, der Vater setzt sich zurück auf das Sofa und schaltet den Fernseher wieder ein und öffnet die nächste Bierdose)
Vincent-Marius: (Setzt sich zurück an den Computer und betrachtet die CD-Rom.)
Na, Weihnachten ist irgendwie nicht so der Hit.
Mal sehen, ob wenigstens das neue Spiel etwas taugt. "Schafe hüten", hört sich nicht sonderlich spannend an.
(Er legt die CD-Rom ein und beginnt zu spielen.)
Voll daneben! Nicht mal was zum Abschießen! So ein Babykram! Die Grafik ist ja ganz gut gemacht, aber Schafpferche öffnen und schließen ist schon selten öde. (Plötzlich aufmerksam)
Hä? Was steht da? Zugang zum Live-Level? Was soll denn das sein? Mal draufklicken!
Vielleicht wird es da interessanter.
(Er klickt ein wenig herum und wird plötzlich mit einem eigenartigen Geräusch in den Bildschirm gezogen)
2. Szene
(Auf dem Hirtenfeld bei Bethlehem im Jahr 0: Hirten sitzen oder liegen um eine Feuerstelle herum. Es ist kalt und dunkel. Die Hirten sind warm und aber ärmlich angezogen. Um die Hirten herum ein paar Schafe und ein Hirtenhund. Im Hintergrund ein Baum.
Vincent-Marius fällt oder rollt durch seinen Bildschirm auf die linke Seite des Hirtenfelds, etwas abseits von den Menschen am Feuer. Er sieht sich zunächst nach allen Seiten um und macht ein verwundertes Gesicht.)
(Wenn der Hund beginnt zu sprechen fangen die beiden schwarzen Schafe an, sich kichernd davonzuschleichen)
Hund: Hallo, was haben wir denn da für Besuch bekommen! Vincent-Marius Übersatt aus dem Jahre 2002!
Hier sind wir so ungefähr im Jahre 0 oder kurz davor. Wir sind in Bethlehem und ich arbeite hier als Hirtenhund. Das ist ganz schön nervig. Diese Schafe! Nichts als Unsinn im Sinn! Vor allem die beiden schwarzen. Wo sind die beiden eigentlich? (schaut sich um und sieht die beiden Ausreißer) Oh nein, nicht schon wieder! (rennt los, baut sich vor den beiden auf und weist ihnen mit deutlicher Geste den Rückweg. Die beiden Schafe kehren maulend zurück)
Vincent-Marius: Ja spinn ich jetzt oder was? Das ist ja wohl nicht wahr! Wo bin ich nur? Hier ist es dunkel und eiskalt!
(Geräusch)
Mein Magen knurrt. Was soll ich denn jetzt nur machen?
(Verzweifelt) Ich will wieder nach Hause!
(Wieder ruhiger) Obwohl ... erst mal schauen, was hier los ist.
(Er geht während er spricht langsam auf die Hirten zu.)
Da vorn sitzen ein paar Typen am Feuer. Die frag' ich einfach mal, wo es hier langgeht.
(An die Hirten gewandt:)
Hallo Leute, wo geht's denn hier zum nächsten Mäc?
Daniel: Wo willst du hin?
Vincent-Marius: Na, zu McDonalds halt. Oder sonst einem Fastfoodrestaurant. Ich würde mir gern ein paar Burger mit Pommes reinziehen, amerikanisch essen.
Andreas: Was ist das?
Vincent-Marius: Ihr kennt Pommes und Hamburger nicht. Ich fass es nicht. Also gut: Gibt es hier irgendwo eine Würstchenbude?
Markus: Was ist das? So etwas gibt es hier nicht.
Vincent-Marius: Ich hab' aber total Kohldampf. Versteht ihr nicht: Hunger!!
Andreas: Ach so. Du möchtest etwas essen.
Vincent-Marius: Endlich hat's einer kapiert. Ja. Ich möchte etwas essen und kalt ist mir auch.
Jeremias: Esther, hast du nicht noch etwas Brot für den Burschen in deinem Beutel?
Esther: Ein paar Bissen Brot hab' ich noch da. Davon kann er etwas haben. Komm, setz dich zu uns, wir teilen mit dir.
(Sie gibt ihm ein Stück Fladenbrot.)
Simon: Ich habe noch ein Stück Käse, davon gebe ich dir auch etwas ab.
(Er reicht ihm den Käse.)
Sarah: In meinem Becher habe ich noch Milch. Die ist sogar noch warm. Hier, trink einen Schluck. Das wird dir gut tun.
(Sarah reicht ihm den Becher.)
Vincent-Marius: (zögernd) Wenn du meinst...Danke.
(Er trinkt vorsichtig)
Das riecht aber eigenartig. Irgendwie nach Schaf. Aber die Wärme tut gut. Ich hab wirklich eiskalte Hände.
Johannes: Seht mal, er hat schon ganz blaue Lippen. Der Junge friert ja erbärmlich.
Ruth: Daniel, hast du nicht noch eine warme Decke in deinem Bündel.
Daniel: Stimmt. Die kann er haben.
(Er holt die Decke und hängt sie Vincent-Marius um.)
Hier, die habe ich übrig, weißt du was ich schenke sie dir. Du siehst aus, als brauchst du sie.
Ruth: Ich leih dir meine Handschuhe, damit dir wieder warm wird. Du musst sie mir aber wiedergeben, es sind meine einzigen.
(Ruth gibt ihm ihre Handschuhe.)
Vincent-Marius (total erstaunt und verwirrt): Danke! Sagt mal: Was macht Ihr eigentlich hier draußen? In so einer kalten Nacht feiert man doch keine Party im Freien.
Simon: Wir feiern nicht. Wir arbeiten.
Jeremias: Wir sind Hirten. Wir hüten für unseren Herrn die Schafe.
Ruth: Wir bleiben Tag und Nacht bei den Tieren. Wenn die Weiden abgegrast sind, ziehen wir weiter.
Vincent-Marius: Das ist ja hammerhart. So ein Job wäre nix für mich.
Jeremias: Naja, wir haben Essen und warme Kleidung. Wir helfen uns gegenseitig und teilen miteinander,. So kommen wir einigermaßen durch.
Hund: Ja das stimmt, was er da sagt. Diese Hirten sind verdammt arm. Nur dadurch, dass sie einander immer helfen, wenn es drauf ankommt, kommen sie zurecht. Gut dass sie einander haben.
Und dann ist da noch etwas: Sie haben eine Hoffnung, die ihnen immer wieder Mut macht. Sie wissen, dass jemand kommen wird. Sie nennen ihn den Messias. Er wird alles neu und gut machen. Darüber reden sie ganz oft. (Nach kurzer Pause) Pardon muss schon wieder arbeiten (schickt die beiden schwarzen Schafe, die sich gerade wieder davonschleichen wollen wie beim ersten Mal zurück)
(Hirtenmusik oder Lied)
3. Szene
(Am Himmel wird es plötzlich hell.)
Ruth: Was ist das? Warum wird es plötzlich so hell? Es ist doch noch Nacht! (Deutet)
Markus: So etwas hab' ich noch nie erlebt.
Vincent-Marius und die Hirten: Ich hab' Angst!! (suchen rückwärts Schutz)
1. Engel: (tritt von links auf die Bühne) Fürchtet Euch nicht! Ich verkünde Euch große Freude! Euch ist heute der versprochene Retter geboren, Christus der Herr!
Zieht dort hinauf zu dem Stall. Dort werdet Ihr das Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.
(Der Engelchor tritt heran.)
Chor der Engel(gesungen): Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.Und den Menschen ein Wohlgefallen.
(Eventuell können die Engel auch tanzen. Sie sollen aber nicht zu niedlich aussehen. Eventuell erwachsene Darsteller) Dann verschwinden die Engel nach rechts.)
Vincent-Marius (fassungslos): Das habe ich doch schon mal irgendwo gehört!
4. Szene
Johannes: Was war das?
Vincent-Marius (zögernd): Du, ich glaub, ich weiß was das war!
Johannes (aufgeregt): Ja was denn, nun sag schon!
Vincent-Marius (vorsichtig): Ich glaube, das waren ... Engel!?
Esther: Du hast recht! Natürlich waren das Engel!
Simon: Engel! Wieso kommen die ausgerechnet zu uns? Das ist mir zu hoch.
Daniel: Ich bin auf einmal so froh! Kommt, wir müssen tun, was der Engel gesagt hat! Lasst uns nach Bethlehem ziehen, zu dem Stall!
Ruth: Ob wir den wohl finden?
Vincent-Marius: Doch doch, den findet ihr schon.
Johannes: Woher weißt denn du das?
Daniel: Schwätzt hier nicht rum, los geht's!
Markus: Treibt die Schafe zusammen. Wir suchen dieses Kind! Der versprochene Retter, hat der Engel gesagt! Ob das der Messias ist?
(Vincent-Marius zieht mit den Hirten, Schäfchen und Hunden zu dem Stall auf der rechten Bühnenseite- Käse, Milch, Decke, Brot, Fell mitnehmen!. Die Schafe dürfen jetzt laut mäh rufen.)
Hund (bleibt zunächst zurück): Ich hab ja schon vieles erlebt, aber das ...! Irre! Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde ich es echt nicht glauben! Engel! Wisst ihr was Engel sind? Das sind die Boten Gottes! Die hat er zu uns geschickt! Bin ich auf das Kind gespannt! Nichts wie hinterher! (rast los, merkt, dass die beiden schwarzen und noch einige weitere Schafe statt mit den anderen zu gehen sich wieder absetzen wollen, schickt sie zu den anderen und saust selbst hinterher)
(Musik/Lied)
5. Szene
Hund: Ich werd verrückt - da ist der Stall. Sogar Tiere sind drin, wie es aussieht. Und jetzt auch noch wir alle. Das wird eng!
(Im Stall: Maria und Joseph sitzen rechts und links der Krippe. Darin liegt eine Babypuppe in Windeln. Die Hirten treten leise herein und zeigen mit dem Gesicht zum Publikum durch Gesten ihre Freude. Sie stellen sich um die Krippe herum.)
Andreas: Da ist das neugeborene Kind!
Daniel: Wir haben es gefunden!
Josef (erstaunt): Nanu, wer seit denn ihr? Wieso kommt ihr hierher?
Andreas: Wir sind Hirten draußen auf dem Feld. Denkt nur, ein Engel ist gekommen und hat uns gesagt, dass hier in diesem Stall der versprochene Retter geboren ist.
Maria: Echt? Erzählt weiter!
Johannes: Der Engel hat gesagt: "Ich verkünde Euch große Freude! Euch ist heute der versprochene Retter geboren, Christus der Herr!" Das ist er!
Markus: Ja, er liegt in einer Krippe und ist in Windeln gewickelt.
Jeremias: Ein schönes Kind! Der Messias! Unsere Hoffnung wird wahr!
Vincent-Marius: Ich freue mich so. Ich freue mich so richtig wie noch nie im Leben!
Ruth: Die Nacht ist kalt. Hier hab' ich ein Stück Fell, das soll das Kind haben.
(Sie gibt es Maria.)
Sarah (zu Maria): Ich gebe Euch Milch.
Maria: Habt vielen Dank!
Simon: Ich gebe Euch Käse.
Esther: Hier ist noch Brot. (Sie geben Joseph ihre Gaben)
Joseph: Danke! Vielen Dank!.
Maria: Was ich in den letzten Monaten erlebt habe und was ihr mir hier erzählt habt, davon werde ich nicht das kleinste Stückchen jemals vergessen. Denn auch bei mir war ein Engel. Und von ihm weiß ich, dass dieses Kind etwas Besonderes ist.
Vincent-Marius: (breitet vorsichtig die Decke, die ihm der Hirte geschenkt hat, über das Kind) Du sollst die Decke haben. Mir ist es jetzt so warm ums Herz.
(Die Schafe drängen sich um die Krippe herum und singen mit der Silbe mäh die Melodie von Happy Birthday. Sie können sich dabei an den Händen halten. Der Hund steht in der Nähe der beiden schwarzen Schafe und beobachtet sie genau.
Vincent-Marius tritt nach dem Lied der Schafe an die Stalltür.)
Vincent-Marius: Mir ist so seltsam. Mir fallen plötzlich meine Eltern ein. Ich geh' ein wenig vor die Tür nach draußen.
(Indem er durch die Stalltür tritt, findet er wieder durch den Bildschirm seines Computers und kehrt in das Wohnzimmer seiner Eltern zurück.)
6. Szene
Vincent-Marius: Ich bin ja wieder zu Hause! Was war das? War das ein Spiel? War das ein Traum? Oder war das Realität? Wo ist die CD? (sucht, die CD ist weg) Verschwunden!
Eigentlich egal, was es war. Ich habs jedenfalls kapiert.
(Die Eltern kommen ins Zimmer)
Mutti! Vati! Ich bin so froh! Ich weiß jetzt, was Weihnachten wirklich ist. Jesus ist geboren!
Mutter (etwas verwirrt): Vincent-Marius, komm, der Braten ist fertig!
Vincent-Marius: Ja, gerne. Aber ich bin noch viel zu kribbelig und aufgeregt zum Essen. Ich möchte, ich möchte, ja genau, ich möchte singen! Da gibt es doch diese alten Weihnachtslieder. ... Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh (Ausdrücklich an die Gemeinde gewandt) Wisst ihr noch, wie das Lied heißt? (... Antwort aus Gemeinde, schlimmstenfalls von Mitarbeiter ...). Ja richtig, jetzt weiß ich es wieder. Kommt, wir singen das alle zusammen: 'Ihr Kinderlein kommet'!
(Die Gemeinde singt mit: Ihr Kinderlein kommet.)
Tannenbaum: Irgendetwas hat sich verändert. Es ist plötzlich viel schöner hier! Kann mir jemand sagen, was passiert ist?
Doris Vielsack
