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Evangelische Kirchengemeinde St. Leon-Rot

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1. Szene: Stern stellt sich vor

Vorhang ist zu.

Hintere Bühnenwand ist mit Steinmauer aus Packpapier dekoriert,

Stange mit aufgehängtem Stern ist oben, dass der Stern nicht zu sehen ist.

Pfarrer Höflinger(nach Begrüßung, am Standmikro1 rechts):

… und nun möchte ich euch jemand vorstellen, der extra eine ganz weite Reise gemacht hat, um uns heute Abend seine ganz persönlichen Weihnachtserfahrungen zu erzählen, ich hoffe, sie ist schon da. (ruft) Stellarosa! (keineAntwort, ruft lauter) Stellarosa! …Da muss ich doch Mal schauen! Moment bitte! (geht raus)

Stellarosa (tritt durch andere Tür auf (HS1):

Hallo, bin ich hier richtig, beim Krippenspielgottesdienst im Harres? Ja? Na prima (geht auf die Bühne ans Standmikro1, HS1 aus ). Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Stellarosa und ich bin, wie ihr sicher schon erkannt habt, ein Stern. Vielleicht habt ihr mich am Himmel schon mal gesehen: Ich bin klein, ziemlich weit hinten und leuchte ein ganz kleines bisschen rosa. Außer wenn ich wütend werde. Dann leuchte ich ganz grün. Und weil mir öfter mal langweilig wird, haue ich ab und zu mal ab und komme runter auf die Erde, obwohl man da oben ja einen viel besseren Überblick hat. Aber Abwechslung muss sein.

Und vor ein paar Wochen habe ich bei so einem Ausflug im Wald gleich hinter dem Golfplatz den Herrn Pfarrer Höflinger getroffen. Der war ziemlich unruhig und als ich ihn fragte, was denn los sei, erzählte er mir, dass er immer noch nach einer zündenden Idee für das Krippenspiel suchte. ‚Na, sagte ich, ich denke, da kann ich ihnen helfen, schließlich habe ich damals alles mit angesehen und gehört! Ihr hättet sehen sollen, wie der Mann sofort aufgeblüht ist und schon war ich engagiert für heute Abend.

Wo ist er eigentlich, der Herr Pfarrer Höflinger?

(Herr Höflinger kommt etwas außer Atem und verwirrt wieder herein)

Ah, da ist er ja, Halloooo! (Stellarosa winkt ihm zu)

Also gut, wie war das damals mit Jesu Geburt? Das Erste, was ich mitbekommen habe, war, dass bei uns Sternen ganz schön was los war…

2. Szene: Sternentanz

Vorhang öffnet sich

Licht an,

Musik ‚Macht hoch die Tür von CD (Orange, Nr 3)

Sternentanz

Wenn die Musik fertig ist und die Kinder abgetreten:

Stellarosa: Ja und dann stand da ein großer Stern am Himmel, um auf etwas ganz Besonderes hinzuweisen, was gleich darauf passieren sollte.

Stange mit Stern runterlassen, bis Stern sichtbar ist, dann

Licht aus, Umbau bei geöffnetem Vorhang, dabei Musik

3. Szene: Die Weisen brechen auf

Die Weisen sind auf der rechten Seite der Bühne, 2. Weiser schaut mit dem Teleskop in Richtung des Sterns, 2. Weiser mit HS1, die anderen an Standmikro 2

Als Kulisse: Zaun, Pflanze, gemalter Springbrunnen,

gedämpftes Licht

1. Weise (f): Jetzt leg doch mal das Teleskop weg! Der neue Stern ist so groß, dass man ihn mit bloßem Auge sehen kann!

2. Weiser(m) (schaut sie schlecht gelaunt an und gehorcht): Ja, ja, schon gut, aber kannst du mir vielleicht mal einen Tipp geben, was das bedeuten soll?

3. Weiser (f/m): Vielleicht hättet ihr doch ein bisschen genauer hinschauen sollen statt euch schon wieder zu streiten! Es ist überhaupt kein neuer Stern, sondern eine besondere Konstellation. Jupiter und Saturn haben sich gekreuzt! (StellaRosa hält sich kichernd den Mund zu)

1. Weise: Ja und, hilft uns das irgendwie weiter?

2. Weiser: Der Jupiter ist der Stern der Könige. Und der Saturn ist der Stern der Juden. Aber was können wir daraus schließen?

3. Weiser: Das heißt, es geht um einen König der Juden. Ich habe schon ein paar Bücher zu dem Thema gelesen…

1. Weise (tuschelt): Streber!

3. Weiser: …und bin zu dem Schluss gekommen, dass es bedeutet, dass dort ein neuer König geboren ist!

1.Weise: Interessant! Was meint ihr, sollen wir hingehen und ihn suchen?

2. Weiser: Aber klar, verreisen ist immer gut.

3. Weiser: Ich denke auch, dass das eine gute Idee ist. Zumal ich mir recht sicher bin, dass das ein ganz besonderer König ist, ein Retter, was immer das bedeuten mag. Wir packen und ziehen los, immer dem Stern nach.

2. Weiser: Aber wir müssen doch ein Geschenk mitbringen. Und ich habe keine Ahnung mit was die kleinen Babys bei den Juden spielen.

1. Weise (belehrend): Also hör mal, erstens wissen wir das auch nicht und zweitens brauchen Neugeborene eh noch kein Spielzeug, Nein, eher was für die Zukunft, was zum Sparen.

3. Weiser: Also Gold – und was noch?

2. Weiser: Weihrauch und Myrrhe

1. Weise: Wozu soll denn das gut sein?

3. Weiser: Das sind schließlich Spezialitäten unseres Landes. Nehmen wir sie mit, ich finde die Idee gut.

(treten ab)

Vorhang zu

Herr Höflinger an Standmikro1: …..erläutert Bedeutung von Weihrauch , Gold und Myrrhe

Musik: Marsch der Könige

4. Szene: Herbergssuche und Geburt

Stellarosa: Und während sich die drei schon auf den Weg machten, war in der Nähe von Bethlehem ein Paar auf dem Weg Sie mussten nach Jerusalem, weil ihr Kaiser ihnen das so befohlen hat. Der hieß Augustus und war ganz schön unverschämt. Nur weil er durchzählen wollte, wie viele Untertanen er hatte, mussten alle sich in der Stadt, in der sie geboren worden waren und sich bei so einem Amt melden. Die beiden waren Maria und Josef. Maria war voller Angst weil sie das Gefühl hatte, dass ihr Kind bald auf die Welt kommen würde. Und in solchen Sachen täuschen wir Frauen uns nie. Schauen wir eine Weile zu

Links hinten Stall, in der Mitte die Tür, ersetzt dahinter Tisch mit 3 Stühlen und Wirtsfamilie, weiter rechts gemalte Tür, dahinter kleiner Tisch und Stuhl (1.Wirt),

Türen mit Wirtshausschildern

Gedämpftes Licht

Vorhang auf

Maria (HS1) und Josef (HS2)treten auf

Maria: Josef, mir tut der Rücken so komisch weh. Und die Beine. Sind wir nicht bald da? Das
Kind will bestimmt bald kommen und da will ich nicht unter freiem Himmel sein! Tu doch was!

Josef: Was soll ich denn tun?

Maria (weinend): Irgendwas halt!

Josef (schaut sich verzweifelt um): Maria, schau mal da vorne, da sind Lichter, da muss jemand sein!

Maria: Das sind sicher nur Hirten auf dem Feld. Wir müssen aber ein Haus suchen, ich brauch doch jetzt ein Dach über dem Kopf!

Josef: Maria, schau doch, das sind Fenster, da sind Häuser, das ist ein Dorf! Das muss Bethlehem sein. Da gibt es sicher eine Herberge für uns (Zieht Maria mit sich weiter bis zur 1. Herberge)

(Vor einer Tür)

Josef (klopf, klopf, klopf): Hallo, liebe Wirtsleute, wir suchen eine Unterkunft für heute Nacht!

1. Wirt (Standmikro2) (unfreundlich): ‚Alles belegt!

Josef: Aber es ist dringend, meine Frau bekommt ihr Kind!

1. Wirt (unfreundlich): ‚Haut ab!

Josef: Unfreundliche Leute, komm weiter

Maria: Oh, es ist bestimmt alles belegt, wir finden nichts mehr, jetzt, wo so viele Leute unterwegs sind. Keiner wird uns nehmen, wir finden nichts mehr.

Josef (zieht sie schweigend weiter bis zum zweiten Gasthaus).

Josef (klopf, klopf, klopf):

Tür öffnet sich und die Wirtin (HM1) erscheint: ‚Guten Abend, tut mir leid, alles belegt (will die Tür schnell wieder schließen, Josef stellt sich schnell dazwischen.

Josef: Gurten Abend, entschuldigen Sie meine Hartnäckigkeit, aber das ist eine Notlage. Meine Frau bekommt ihr Kind. Wir waren schon in der anderen Herberge und sind nicht untergekommen. Gibt es noch mehr Herbergen am Ort?

Wirtin: ‚Nein, was glauben Sie, so groß ist das Dorf nicht. Normalerweise haben wir alle Mühe, dass sich zwei Herbergen am Ort halten können, aber jetzt, mit der Volkszählung, da sind wir völlig überlaufen und haben so viel Arbeit, das ist ja kaum noch zu schaffen!

Wirt (HM2) (von innen): He, was soll das, wir sind belegt, mach endlich die Tür wieder zu!

Wirtin: Die Frau bekommt ein Kind. Hast du eine Idee, wo wir die hinschicken können.

Wirt (steht auf und kommt an die Tür): Nein, verdammt noch mal, das ist doch nicht unser Problem. Komm jetzt rein, es zieht. (beginnt, die Wirtin reinzuziehen)

Wirtin: Ja, tut mir Leid, aber sie hören, mein Mann ruft und ich muss mich jetzt um meine Gäste kümmern (schließt die Tür).

Maria (ruft): Haben Sie denn nicht noch ein ganz kleines Plätzchen, irgenwas?

(Schweigen, Maria lehnt sich an Josef, der nicht mehr weiter weiß und in alle Richtungen schaut. Da öffnet sich die Tür wieder und ein kleines Mädchen kommt heraus mit einer Decke, einem Krug und einem Brot)

Mädchen (HM1): Meine Mutter schickt mich. Ihr sollt zu dem Stall gehen dort gegenüber. Die Sachen könnt ihr mitnehmen. Aber ihr sollt leise sein, dass mein Vater nichts hört. Und klopft nicht, wenn ihr wieder geht. Die Decke sollt ihr im Stall lassen.

(Ehe Maria und Josef etwas sagen können, ist das kleine Mädchen wieder weg)

Josef: Komm Maria

Maria: Ich hab mir die Geburt meines ersten Kindes anders vorgestellt!

Josef: Ich auch, aber jetzt komm, was Besseres finden wir heute Nacht nicht mehr. Und ein Dach über dem Kopf haben wir doch noch gefunden!

(Sie verschwinden im Stall)

Vorhang zu

Musik: Marys Boychild

Umbau zum Palast des Herodes mitten auf der Bühne:

Rückwand, Säulen Thron, Pflanze

Sterne kommen dabei von hinten winkend in zwei Gruppen wieder herein und treten über die Bühne wieder ab

Nach der Musik:

5. Szene: Palast des Herodes

Stellarosa: Und so bekam Maria ihr Kind in einem Stall. In der Nähe waren Hirten auf dem Feld, denen erschienen Engel und verkündigten Ihnen, dass ihnen der Retter geboren war. Die machten sich schnell auf den Weg, um das neugeborene Kind zu suchen und sie fanden es im Stall in der Krippe. Und Sie brachten Geschenke mit für das Kind.

Aber wir sehen als Nächstes, wie es mit diesen drei Weisen weiterging. Die waren inzwischen in Jerusalem und gingen zum Palast von diesem Herodes, der dort König war. Das war nicht gerade ihre beste Idee.

Licht an

Vorhang auf

Herr Höflinger: … trägt ein paar Infos zu Herodes bei …

(Herodes sitzt gelangweilt auf seinem Thron. Eine Dienerin fächelt ihm Luft zu.

Diener 1(tritt auf an Standmikro2): Oh Herodes, mein Herrscher: Kaiser Augustus lässt fragen, ob ihr zusätzliche Soldaten braucht?

Herodes(HS1): Augustus, der soll mich doch in Ruhe lassen mit seinen Angelegenheiten. Ich bin der König in diesem Land und ich habe das Sagen. Ich habe dieses Land zu regieren, den Frieden zu erhalten und (…lächelt) nach meinem eigenen Reichtum zu schauen.

(Zum Diener): Schreib Augustus:’Keine Soldaten – wir haben alles im Griff! Viele Grüße blablabla, das Übliche halt – Herodes

Diener 1 (verbeugt sich, tritt ab)

Herodes: Der Augustus hat mir schon diese blödsinnige Volkszählung eingebrockt. Nichts als Arbeit macht der. Er soll mich bloß in Ruhe lassen. Ich habe alles im Griff, meine Soldaten, die Juden, einfach alle. Stärke muss ich zeigen, Stärke und Unerbittlichkeit. Wer nicht spurt oder gar meine Macht anzweifelt (macht eine Bewegung wie Kopf ab) – krrk

Haushofmeister (tritt auf, selbstbewusst an Standmikro2): Herodes, mein Herrscher, mir ist etwas Seltsames zu Ohren gekommen. Darf ich reden.

Herodes (gelangweilt): Ja.Ja

Haushofmeister: In der Stadt sind drei Fremde unterwegs. Sie fragen überall nach dem neugeborenen König der Juden. Sie sagen, sie hätten seinen Stern gesehen und seien gekommen, um ihn anzubeten. Was sollen wir tun ?

Herodes (nervös): Was soll denn das? Ich bin hier der König. ?! Ich habe bereits vier erwachsene Söhne, die lieber heute als morgen meine Nachfolge antreten möchten. Aber ich habe nicht vor, so schnell zu sterben, wie manche es vielleicht wünschen

Da fällt mir ein, ich könnte meine Schriftgelehrten fragen..

Du da, Hol mal meine Gelehrten her, die sollen mal sagen, was sie wissen über diese Königsprophezeihung! Wofür bezahl ich die schließlich!

2. Diener (an Standmikro 2): Jawohl, Majestät, wird gemacht.

(Kurzes Zwischenspiel)

Trompetensignal/Trommler

2. Diener: Die Schriftgelehrten von Jerusalem. Seine Majestät, König Herodes, lässt bitten!

(Schriftgelehrte treten auf mit Papierrolle, an Standmikro2 und 3)

Schriftgelehrte (Rap): /:Majestät, ihr habt uns gerufen.:/

/:Majestät, was können wir tun?:/

Herodes: Diese Fremden sind auf der Suche nach einem neugeborenen König. Sie haben seinen Stern gesehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Was steht davon in den heiligen Schriften?

(Rap der Schriftgelehrten)

/: In den Schriften steht geschrieben :/

/:Durch die Propheten:/

/: Du, Bethlehem im Lande Juda :/

/: bist nicht die geringste unter den Städten! :/

Denn /: aus Dir wird kommen :/

/: Der neue Herr der Welt :/

Herodes: So ist das also (zu den Schriftgelehrten) Danke, ihr könnt wieder gehen. Ich weiß jetzt Bescheid.

(Schriftgelehrte verbeugen sich und gehen)

Herodes: Das gefällt mir gar nicht. Haushofmeister, bring mir diese Fremden her. Aber bitte höflich, ich will mal lieber vorsichtig sein

Haushofmeister: Kein Problem, sie stehen bereits vor der Tür, da ich geahnt habe, dass ihr sie sprechen wollt.

(Tritt ab und kurz darauf wieder auf)

Haushofmeister( klopft drei mal mit dem Stock) Drei Weise aus dem Morgenland! Seine Majestät, König Herodes lässt bitten!

(Die Weisen treten auf)

3. Weiser: Entschuldigen Sie, können Sie uns sagen, wo hier der neugeborene König der Juden zu finden ist?

1. Weise: Wir haben seinen Stern gesehen bei uns zu Hause im Morgenland.

2. Weiser: Und wir sind gekommen, um ihm unsere Ehrerbietung zu erweisen.

3. Weiser: Wir sind drei weise Astrologen aus dem Morgenland.

Herodes (sehr freundlich): Dann haben euch wohl die Sterne davon erzählt, dass ein neuer König der Juden geboren sei. Was wisst ihr denn darüber

1. Weise: Nun, wir sind seinem Stern gefolgt, der uns in diese Gegend geführt hat und hoffen, ihn hier im Palast.zu finden.

Herodes: Das ist ja hochinteressant. Hier ist er leider nicht, aber ich kenne eine alte Prophezeiung. Die weist auf die Bedeutung eines Ortes namens Bethlehem hin.

1. Weise: Das wird es vielleicht sein. Bethlehem? Wo liegt denn das?

Herodes: Ein paar Stunden von hier. Ein ganz kleines Dorf

3. Weiser: Danke für die Hilfe, versuchen wir es dort.

Herodes (auffallend freundlich): Und solltet ihr das Kindlein finden, sagt es mir, damit ich ihm auch meine Ehrerbietung bringen kann.

3. Weise: Vielen Dank. Wir werden euch Bescheid sagen. (Treten ab)

Dienerin (Standmikro2): Aber Herr, ihr werdet dem Kind eure Ehrerbietung darbringen?

Herodes: Dumme Nuss, natürlich nicht, ich werde es umbringen, und jetzt brauche ich ein bisschen Unterhaltung!

(Diener2 räumt die Mikros zurück)

Mikros wegräumen, dann Aufstellung der Mädchen

Orientalische Musik von CD lila Nr

Korbtanz

Danach:

Vorhang zu

offener Umbau zum Stall von innen:

Stallwand, Krippe, KiGoBänkchen, Decke, Schaffell, Puppe, Stroh

Gleichzeitig: Lied ‚Weil Gott in tiefster Nacht erschienen

Licht an

Vorhang auf

6. Szene: Im Stall

Stellarosa: Und so reisten die drei Weisen weiter nach Bethlehem….

(Standmikro 1 Richtung Stall)

Maria (Standmikro 2): Seltsam, was es für einen Wirbel gibt um unseren kleinen Jesus. Erst finden wir kaum einen Ort, wo er zu Welt kommen kann, und dann kommen plötzlich die ganzen Hirten zu Besuch und bringen auch noch Geschenke mit.

Ich habe mich so gefreut über das schöne Fell.

Josef(Standmikro 2): Sei mal ruhig, ich höre schon wieder was! (Es klopft) Wer ist denn da.

(Die drei Weisen treten auf mit Gold, Weihrauch, Myrrhe)

3. Weiser (Standmikro 3): Guten Tag, sind wir hier richtig in dem Stall, in dem der Retter in einer Krippe liegt und in Windeln gewickelt?

Josef: Ja ich weiß nicht, ihr sucht sicher etwas Anderes, in der Stadt ist ein schönes Wirtshaus und in Jerusalem ist ein Palast und ein Tempel.

2. Weise(Standmikro 3): Wir suchen den König der Juden.

3. Weiser: Die Sterne haben uns hierher geführt. Deshalb sind wir sicher, dass wir hier am Ziel sind.

Maria: Erst Besuch von einfachen Hirten, die von Engeln geschickt wurden. Und jetzt diese gebildeten Menschen von Welt, die eine Botschaft in den Sternen gefunden haben – es ist wirklich eine besondere Zeit.

1. Weise(Standmikro 3): Wir haben auch Geschenke mitgebracht

2. Weiser: Ich bringe Weihrauch. (legt ein Paket hin) Der Gott Israels schenke diesem Kind Weisheit und Mut.

3. Weiser: Ich schenke dir Myrrhe (legt noch ein Paket hin). Er schenke ihm eine lange und mächtige Herrschaft.

1. Weise: Und ich schenke dir Gold! Der Gott Israels segne dieses Kind!

(Sie verbeugen sich tief und verlassen den Stall)

1. Weise (Standmikro 1): Nun, welches Gefühl habt ihr mit diesem Königskind, mit dem mächtigen Retter, auf den ihr wartet?

2. Weiser(Standmikro 1): Er wird sicher ein mächtiger König werden, das spüre ich. Aber ich glaube, sein Reich wird anders aussehen, als ich es mir vorgestellt habe…. Ob die Menschen einen König, der aus einem Stall kommt, wohl verstehen können?

3. Weiser(Standmikro 1): Was wir erlebt haben, geht vollkommen über meinen Verstand hinaus. Ich kann es nicht sehen, berechnen oder beweisen, und doch ist etwas Besonderes in diesem Kind. Es ist kaum zu glauben: Der große König der Juden: arm in einem Stall geboren.

1. Weise: Dieser König wird nicht durch Schwerter, Kriege oder Soldaten regieren. Er wird es irgendwie anders machen, Ohne Angst und Gewalt – aber wie nur?

7. Szene: Die Weisen kehren nicht zu Herodes zurück

Stellarosa: Da dachte ich: Au Backe, der Herodes! Wenn die dem das verraten! Die haben doch keine Ahnung, was für ein Kerl der Herodes ist.

3. Weiser: Ich weiß nicht, ich habe bei diesem Herodes kein gutes Gefühl. Was meint ihr: erzählen wir dem was?

1. Weise: Wisst ihr, ich habe mich nicht gleich getraut, es zu erzählen. Ich träumte, letzte Nacht, dass jemand zu mir sagte, wir sollten nicht zum König Herodes zurückkehren. Ob das der Gott Israels war, der mir das gesagt hat?

2. Weise: Das weiß ich nicht, aber eines ist sicher: Dieser schreckliche Herodes sieht uns nicht wieder. (treten ab)

Stellarosa (tritt ans Mikro1): Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was mir für ein Stein vom Herzen gefallen ist.

Vorhang zu,

Standmikro 1 in die Mitte

8. Szene: Stellarosa verabschiedet sich

Stellarosa geht in die Mitte: So Leute jetzt habt ihr gehört, was ich damals mitgekriegt habe. Aber jetzt muss ich ganz schnell wieder los, sonst merkt irgend so ein Wissenschaftler, dass ich fehle und das steht dann in allen Zeitungen und ich bekomme einen Riesenärger! Eigentlich darf ich das nämlich gar nicht, solche Ausflüge auf die Erde machen. Also Psst, nichts erzählen und wenn ihr mich nachher auf dem Heimweg entdeckt, winkt mir mal zu. Ihr wisst doch: ziemlich klein, weit hinten und ein bisschen rosa – das bin ich. Aber viel wichtiger als mich zu finden ist es, zu finden, was die drei Weisen damals gefunden haben. Wisst ihr noch, was der Weise gesagt hat:

1. Weiser (tritt noch einmal auf): Dieser König wird nicht durch Schwerter, Kriege oder Soldaten regieren. Er wird es irgendwie anders machen, Ohne Angst und Gewalt

Stellarosa: Vielleicht könnt ihr immer, wenn Ihr mich am Himmel entdeckt, daran denken. Und wenn ihr mich mal nicht findet, bitte nicht petzen. Dann mache ich sicher mal wieder einen Ausflug(Stellarosa geht ab)

Doris Vielsack

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