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Evangelische Kirchengemeinde St. Leon-Rot

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Frauenfrühstück 2006

"Lasst uns miteinander, singen, danken, loben den Herrn!" So stimmten wir uns auf das diesjährige Frauenfrühstück ein. Und wir hatten auch allen Grund zu danken. 66 Frauen waren der Einladung gefolgt, und es erwartete sie ein reichhaltiges Buffet, u.a. mit leckeren Brotaufstrichen. Nachdem sich alle gestärkt hatten, begann Frau Ingrid Seeck, Lebens- und Sozialberaterin aus Bretten, mit ihrem Vortrag:

Sie stellte zunächst fest, dass wir alle angeborenen Urängste in uns tragen. Diese sind lebensnotwendig und ermöglichen uns erst, bestimmte Situationen im Alltag zu bewältigen. Aber es gibt auch zahlreiche Phobien (irrationale übermächtige Ängste, die der Betroffene nicht mehr kontrollieren kann). Diese Ängste gehen meist mit körperlichen Symptomen, wie Atemnot, Herzrhythmusstörungen, Verdauungsbeschwerden, Zittern, Schlafstörungen usw. einher. Wichtig ist es, diese Ängste ernst zu nehmen und sie wie Wunden, sofort zu versorgen. Falsch wäre es, Angst zu vermeiden, denn dadurch verfestigt sie sich und unser Leben wird mehr und mehr eingeschränkt. Um Ängste abzubauen, braucht es sehr viel Geduld, denn kleine Schritte sind für die Verhaltenstherapie notwendig und auch Rückschläge sind normal.

Hier noch ein paar Stichpunkte zur Vermeidung übermächtiger Ängste:

  1. Sich selbst annehmen, ein gesundes Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, Verantwortung für das eigene Leben übernehmen
  2. Über sich selbst lachen können
  3. Ein Schatzkästchen mit Dingen, die einem Kraft spenden, anlegen.
  4. Atemübungen durchführen und dabei die Gedanken weg von der Angst und auf die Ein- und Ausatmung richten.
  5. Ängste nicht pflegen, d.h. nicht ständig darüber reden und sich bedauern lassen
  6. Mit der Angst zu Gott kommen

Es war tröstlich zu hören, dass in der Bibel 366 mal das Wort: "Fürchte dich nicht!" steht. Auch die Zusage Jesu: "In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!" kann für uns Christen eine große Hilfe sein. Im Wissen, dass Gott uns beisteht, können wir lernen mit unserer Angst zu leben.

Nach diesem Vortrag sangen wir gemeinsam das Lied: "Meine Zeit steht in deinen Händen." Ein Mutmachender Segensspruch sowie ein Text von Sabine Nägeli beendeten den offiziellen Teil des Frauenfrühstücks. Hinterher gab es noch viele positive Rückmeldungen, so dass wir auch nächstes Jahr wieder den Mut haben, solch ein Frühstück auszurichten.

Das Frauenfrühstücks - Team

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