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Evangelische Kirchengemeinde St. Leon-Rot

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Bericht von der Jugendfreizeit
der evangelischen Kirchengemeinde
St. Leon-Rot vom 8.8-14.8.06 am Bodensee

„Kleine Helden“ war ein Motto für unsere diesjährige Radfreizeit entlang des Bodensees, „der Bodensee als Lebensraum“ das andere. Und die 22 Teilnehmer und Leiter hatten immer wieder Gelegenheit zu kleinen Helden zu werden. Vieles war für sie ungewohnt. Das begann mit dem Zug fahren und Umsteigen mit dem Fahrrad. Dazu kam das tägliche Fahrpensum von ca. 25 km bei Wind und Regen, manchmal körperlichem Unwohlsein entlang des Bodensees von Lindau bis Singen beziehungsweise Schaffhausen. Auch die Übernachtungen stellten eine Herausforderung dar. Fast jeden Tag übernachteten wir in einem anderen evangelischen Gemeindehaus auf unserer Strecke. Das hieß jeden Tag das Gepäck aus dem Begleitfahrzeug holen, das Gemeindehaus einrichten und am nächsten Tag wieder alles verpacken und das Gemeindehaus in gepflegtem Zustand verlassen. Das bedeutete auch, zusammen mit vielen anderen in einem großen Saal nächtigen und Gemeinschafts-dienste zu übernehmen.

Die Radstrecke brauchte nicht den ganzen Tag. Denn wir wollten einiges über die Menschen erfahren, die zu unterschiedlichen Zeiten am Bodensee lebten. Das begann in Lindau mit dem Besuch der christlich-thera-peutischen Lebensgemeinschaft „Weizenkorn“, die Jugendlichen zwischen 17 und 30 Jahren wieder auf die Beine hilft. Wer an sich arbeitet, den kann man getrost zu den kleinen Helden rechnen. Es ging weiter mit dem Zeppelinmuseum in Friedrichshafen, der Geschichte, wie eine Vision gegen langen Widerstand dennoch Gestalt gewann. Wieder so ein Held an Zielstrebigkeit und Ausdauer. Darauf folgte die Bibelgalerie in Meersburg, die interessante Einblicke in die Geschichte des Bibelbuches gibt und in die Geschichte, die die Bibel erzählt. Die Zeitreise führte beim Pfahl-bautenmuseum noch einmal zweittausend Jahre weiter zurück. In Konstanz tauchten wir ein in die Welt des Sea Lifes und staunten am Abend über das Feuerwerk des Seenachtsfestes. Auf der Reichenau begegneten wir der Welt des Mittelalters und des klösterlichen Lebens und besuchten den Gottesdienst der kleinen evangelischen Gemeinde dort, die uns beherbergte. Am letzten Tag machte sich der Großteil der Gruppe direkt auf den Weg nach Singen, während ein kleiner Teil den Umweg über den Rheinfall in Schaffhausen nahm.

Sieben Tage und Nächte, und aus vielen Einzelnen wurde eine Gruppe. Das gegenseitige Vertrauen und der Respekt voreinander taten gut. Wir hätten es noch länger miteinander ausgehalten. Die Teilnehmer genossen Dinge gemeinsam zu tun, die im Alltag leicht untergehen wie ausgiebig zu singen, Spiele zu machen und Raum zu haben, sich mit dem Glauben zu beschäftigen.

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