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Evangelische Kirchengemeinde St. Leon-Rot

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Rückblick zu Reli für Erwachsene- Durch Krisen reifen

Ca. 15 Frauen ließen sich einladen zur Auseinandersetzung mit den Krisenwegen Elias (1. Könige 19) und Gottes Platz in Elias Krisen und- damit verknüpft- mit dem eigenen Umgang mit Krisen. In der dritten Einheit erlebten wir, wie Elia vor einem Scherbenhaufen stand. Seine Träume und Ideale waren zerbrochen, obwohl er sich mit voller Kraft dafür eingesetzt hatte. Wenn uns Wichtiges zerbricht, ist nichts mehr, wie es war und die Scherben versperren den weiteren Weg. Dann gilt es zu sortieren: Kann irgendetwas gerettet werden? Wie kommt man durch, ohne sich ständig neu zu verletzen? Wo kann ein Weg weitergehen?

Elia reagierte mit Angst und Panik auf seine Lebensbedrohung.

Er floh. Das kann Leben retten. Allerdings muss, wenn ein geeigneter Ort zum Verbergen gefunden ist, angesehen werden, ob die Angst der Sache angemessen ist, oder ob sie vielleicht noch andere Ursachen hat und ob es Möglichkeiten gibt, die bedrohliche Situation hinter sich zu bringen, um nicht von ihr beherrscht zu werden, sondern wieder selbst das Leben gestalten zu können.

Elia ist an dem Ort, den er fand, zusammengebrochen. Er war lebensmüde. Ausgepowert. Überfordert. Er wollte nichts mehr hören und sehen, nichts mehr denken, nicht mehr sein. Er forderte Gott auf, ihn sterben zu lassen. (Er sprach noch mit Gott, das konnte er noch; das sollten wir auch tun, wenn wir es schaffen.)

Gott ließ ihn schlafen. Irgendwann schickte Gott dann Seinen Engel zu Elia, der ihn weckte und ihn aufforderte: „Steh auf und iss!“

Auszeiten sind wichtig und erlaubt. Manchmal ist nichts anderes dran, als wieder zu Kräften zu kommen. Zeit nur für sich. Totaler Rückzug. Und irgendwann bekommen wir dann jemanden geschickt, der uns herauslocken möchte. (Aber Achtung: Man muss sich auch herauslocken lassen wollen, man muss denjenigen auch Engel sein lassen!) Elia aß und legte sich wieder schlafen. Er war noch nicht so weit. Aber Gott hat Geduld: Der Engel weckte ihn ein weiteres Mal: „Steh auf und iss, du hast noch einen weiten Weg vor Dir!“ Neben der Stärkung bekam Elia wieder einen Auftrag. Es ist nicht alles umsonst, weder für Elia noch für uns. Auch wenn manches zerbrochen ist an uns und um uns, Gott kann und will uns doch weiterhin gebrauchen und hat Arbeit für uns. Gott verspricht keine heile Welt, aber wir dürfen und sollen mitwirken zum Guten.

So kann und darf sich jeder wieder auf den Weg machen, einen Weg, den Gott sieht und mitgeht und segnen will.

Der Kurs war spannend, Elia fiel von einer Krise in die nächste. Und immer war er mit Gott im Gespräch und immer haben sich wieder irgendwelche Wege aufgetan, allerdings oft nach langen Dürrestrecken. Elia ist in seinen Krisen nicht stecken geblieben, sondern ist darin gereift und hat sich selbst und Gott näher kennen gelernt. Dazu wollte der Kurs ermutigen und ich denke, an manchen Punkten ist das auch gelungen. Wir vom Team (Erika Kastner, Henriette Hagedorn und Kornelia Stamm) haben uns über die Teilnahme und das Mitgehen der Teilnehmer sehr gefreut.

Kornelia Stamm

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