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Frauenfrühstück 2008
Über 70 Frauen trafen sich am Samstag, den 25.10.08 im Foyer der ev. Christuskirche. Das Büffet war schon allein ein Augenschmaus. Neben den köstlichen Brotaufstrichen gab es dieses Mal auch Eier mit Speck und viele köstliche Nachspeisen, wie Obstsalat, Himbeerquark, eine Kuppeltorte, Blätterteiggebäck, Zimtmuffins ... Nach dem Frühstück sprach die Referentin Silke Traub aus Oberöwisheim zum Thema: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten und die Kunst mein Leben anzunehmen" Sie stieg ein mit einer Baumscheibe, die ihr eine Freundin einmal schenkte. Daran war ein Zettel angeheftet, auf dem stand „Erst im Schnitt werden gelebte Jahre sichtbar“. S0 wie man bei der Baumscheibe Jahresringe, Einschnitte, Pilzerkrankungen sehen kann, so sieht man bei uns auch von außen oft nicht unsere inneren Verletzungen und Wunden. Aber waren schlechte Zeiten wirklich schlecht? Im Nachhinein betrachtet waren sie vielleicht sogar gut. Silke Traub stellte ein Lernprogramm von drei Schritten vor, um aus schlechten Zeiten gute Zeiten zu machen.
1. Immer die Gegenwart ist meine Zeit
Stattdessen leben wir oft in der Zukunft, z.B .wenn ich erst in den Kindergarten komme, wenn ich erst in die Schule komme, wenn ich erst den Führerschein habe„. Oder wir leben in der Vergangenheit: Früher war alles besser. Silke Traub zitierte Jean Paul: „Jeder Tag ist ein neu geschenktes Leben". Fachleute sagen: „Wenn wir nur einen halben Tag in der Gegenwart leben würden, wären wir richtig da."
2. Die Schönheit meiner Zeit steckt in der Mühe mit dem Alltäglichen
Dabei ist es wichtig den eigenen Alltag mit seinen Herausforderungen bewusst anzunehmen. Sich mit anderen zu vergleichen, die es vermeintlich besser haben, schafft nur Unzufriedenheit. Wir sollen die Arbeit nicht einfach abhaken, sondern lernen, sie kunstvoll zu gestalten. Ich will so leben, dass ich sagen kann: „Ich nutze die Zeit."
3. Im Rückblick versöhnt leben mit meinen Möglichkeiten
Sich nicht quälen mit Gedanken, wie: Hätte ich doch damals..., denn Vorwürfe lähmen nur und helfen uns nicht weiter. Wir müssen uns bewusst machen, dass jedes Ja gleichzeitig ein Nein zu etwas anderem bedeutet. Wir selbst sind dafür verantwortlich, ob unsere Zeit gefüllt und erfüllt ist. Nach einer kurzen Gesprächspause stellte Silke Traub noch einmal Lernschritte vor, allerdings für wirklich schlechte Zeiten , z.l3. den Verlust eines geliebten Menschen — Zeiten, die tiefere Spuren in unserem Leben hinterlassen. Dazu benutzte Sie Verse aus Psalm31:
„In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen. Gelobt sei der Herr, denn er hat seine wunderbare Güte mir erwiesen in einer festen Stadt.“ Silke Traub stellte noch einmal die Frage: Was bleibt mir am Ende meines Lebens? Habe ich z.B. nur in meinen Beruf investiert? Was ist, wenn ich dement werde und mich selbst zu verlieren scheine? Bei Gott bin ich nicht verloren, auch wenn ich meinen eigenen Namen nicht mehr weiß. Lieder können uns im Leid helfen: „Loben zieht nach oben und Danken schützt vor Wanken.“
Nachdem wir das Lied von Peter Strauch: „Meine Zeit Steht in deinen Händen“ gesungen haben, sprach Pfarrerin Katharina Wendler noch einen Segen für Frauen. Am Ende durfte jeder noch eine Astscheibe, auf der die Jahresringe zu sehen waren, mit nach Hause nehmen.
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