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Evangelische Kirchengemeinde St. Leon-Rot

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Krippenspiel 2008: Wettlauf zur Krippe

Mitspieler

Mirjam Hauptperson, ein Mädchen 1-8
Lea Mirjams kleine Schwester 2,3
Daniel Mirjams großer Bruder 2,3
Ruben Daniels Freund 2
Julia Mädchen am Brunnen 2
Mutter Mutter von Mirjam 3
Vater Vater von Mirjam 3
Großvater Mirjams Großvater 4-9
Andreas Chefhirte 4-7,9
Simon Hirte 4-7,9
Jeremias Hirte 4-7,9
Salomo Hirte 4-7,9
Philipp Hirte 4-7,9
Landbesitzer Johann Mächtiger Chef der Hirten 5
Diener von Johann   5
Anna Helferin von Johann 5
Engel Verkündigung 6
Engelchor   6
Tänzer ‚Erster, Schnellster, Bester‘ 7
Sternchen Bote 7-9
Esther Hirtin von Landbesitzer Tobias 8
Judith Hirtin von Landbesitzer Tobias 8
Noemi Hirtin von Landbesitzer Tobias 8
Markus Hirte von Landbesitzer Tobias 8
Maria  
Josef  

23 Sprechrollen + 1 Rolle ohne Sprache
Engelchor
Brunnentänzerinnen
‚Erster Sein‘-Tänzerinnen

 

1. Szene Tanz am Brunnen

Vorhang auf

Helles Tageslicht, Musik 1

Brunnentanz

Kinder tanzen mit Wassergefäßen um den Brunnen herum. Am Ende treten alle Kinder mit ihren Gefäßen ab.

Vorhang zu

2. Szene Am Brunnen

Vorhang auf

Licht wie zuvor
1 Headset (Mirjam), 2 Handmikrophone

Julia, Mirjam und Lea an der Wasserstelle. Julia hat gerade geschöpft. Als sie gerade dran wäre, kommt Daniel.

(M1)Julia (holt sich Wasser): So Mirjam, jetzt bist du an der Reihe. Musst du wieder auf deine kleine Schwester aufpassen? Die nervt ganz schön.

Daniel und Ruben treten mit ihren Eimern auf, Daniel schubst Mirjam weg.

(M2)Daniel: Weg da!

Mirjam: Aua! Ich war aber vor dir dran.

Daniel: Große Brüder kommen immer zuerst!

Daniel schöpft Wasser

Mirjam: Gib nicht so an!

Daniel: Du hast mir gar nichts zu sagen. Kannst ja sowieso nur ein kleines Schüsselchen tragen.

Mirjam: Wir brauchen beide Gefäße voll Wasser, hat Mama gesagt.

Daniel: Du bist so lahm wie eine Schnecke. Wenn Mama auf dein Wasser warten muss, kann sie erst am Abend was kochen.

Mirjam: Wenn ich auf Lea aufpassen muss, komme ich eben nicht so schnell voran. Du bist so stark, du könntest sie ruhig mal auf den Arm nehmen. Dann wäre ich auch schneller.

Julia: Das stimmt aber wirklich. Hilf ihr doch, dann geht es besser. Du bist einfach unmöglich.

Ruben schöpft Wasser

Ruben: Große Jungs passen nicht auf kleine Kinder auf. Das ist Mädchensache.

Daniel : Bis heute Abend dann!

(Ruben und Daniel gehen locker zügig ab).

Mirjam (mit Lea an der Hand): Ihr seid gemein!

Vorhang zu

Kurze Instrumentalmusik

3. Szene Zu Hause bei Mirjam

Vorhang auf

Helles Tageslicht, 1 Headset (Mirjam), 1 Headset( Lea), 2 Handmikrophone

Vater und Daniel sitzen auf Hockern und arbeiten an einem Netz. Mutter steht daneben.

Lea läuft voraus in Mutters Arme.

Lea: Mama!

(M1)Mutter: Hallo mein Schatz! Da seid ihr ja endlich.

(M2)Vater: Mirjam, dass du immer so trödeln musst! Schau dir Daniel an! Der hat den großen Eimer geschleppt und ist schon längst wieder da. Bestimmt hast du unterwegs nur vor dich hingeträumt.

Während Mirjam mit dem Vater spricht, hüpft Lea um sie herum

Mirjam: Ich habe überhaupt nicht geträumt. Mit einer Wasserschüssel auf dem Arm kann ich nicht so schnell laufen. Und schon gar nicht, wenn ich auch noch auf Lea aufpassen muss.

Lea schubst sie, so dass Mirjam die Schüssel fallen lässt.

Mirjam: Oooh! Kannst du nicht aufpassen?!

Lea: Ich wars nicht!

Mutter: Die schöne Schüssel! Jetzt ist Alles nass.

Vater: Mirjam, was bist du für ein Tollpatsch! Immer lässt du Alles fallen!

Mirjam: Lea hat mich geschubst!

Mutter: Lea ist noch klein. Sie kann nichts dafür.

Mirjam: Ich auch nicht.

Vater: Hör auf, auch noch ständig zu widersprechen. Du kannst besser aufpassen. Jetzt geh und wisch das hier auf.

Daniel: Mirjam Tollpatsch, Mirjam Tollpatsch!

Mirjam: Wieso seid ihr alle so gemein zu mir? Ich will weg hier. Ich gehe zu Großvater aufs Feld.

Vorhang zu

Musik : O Heiland reiß die Himmel auf (4) (Gemeinde)

4. Szene Bei Großvater auf dem Feld

Vorhang auf

Abendlicht, Headset(Großvater), Headset(Mirjam), 1 Handmikrophon ( Hirten)

Großvater sitzt auf einer Bank auf der Bühne, Mirjam tritt auf und setzt sich zu ihm

Großvater: Mirjam, schön dich zu sehen. Aber sag mal, du siehst gar nicht fröhlich aus. Was ist denn mit dir los?

Mirjam: Ach Großvater, ich kann machen was ich will. Alles geht daneben. Immer können es die Anderen besser. Und wenn sie es nicht besser können, hat man sie lieb, weil sie so klein und süüüß sind. Und ich kann nichts und bin auch nicht süüß.

Großvater: Das klingt sehr traurig.

Mirjam: Wahrscheinlich habe ich deshalb auch keine Freunde. Ich mag mich selber nicht. Ich will anders sein.

Großvater: Mirjam, ich weiß, dass du es zu Hause nicht leicht hast. Ich kann dich gut verstehen, denn auch mir geht es nicht gut. Ich bin der älteste Hirte hier, die Anderen trauen mir nichts mehr zu.

Mirjam: Wieso, was lassen sie dich denn nicht mitmachen?

Großvater: Ich bekomme nur noch die allereinfachsten Aufgaben. So gerne würde ich mit den Anderen herumziehen, neue Weideplätze suchen und verirrte Schafe. Aber nein, hier muss ich bleiben und den Stall bewachen.

Mirjam: Und das ist so schlimm für dich?

Großvater: Manchmal schon. Aber manchmal ist es auch schön hier, es ist ruhig und ich habe viel Zeit, über alles Mögliche nachzudenken. Vielleicht sehen wir die Dinge auch zu schwarz. Versuchen wir, zusammen zu halten und daran zu denken, dass Gott bei uns ist.

Mirjam: Gott??? –Gott mag ja da sein, aber ich kann ihn nicht sehen. Außerdem interessiert der sich sicher auch mehr für die, die stark sind und Alles können.

(Eine Gruppe Hirten tritt lärmend und johlend auf)

(M1)Andreas: Gut haben wir das wieder hingekriegt! Die besten Weideplätze den Hirten vom Landbesitzer Tobias weggeschnappt!

Simon: Haben die vielleicht blöd geschaut!

Philipp:Wie kann man nur so langsam sein.

Salomo: Und als ich die Schafe von Tobias einfach weggejagt habe- das war doch Klasse.

Jeremia: Ob seine Hirten sie wiedergefunden haben?

Salomo: Das ist denen ihr Problem.

Andreas(zum Großvater): Hey Alter, ich fürchte, für dich wäre das nichts.

Philipp: Das bringst du nicht mehr.

Licht etwas dunkler

Simon: Da kommt unser Chef, der Landbesitzer Johann.

Szene 5 Der Landbesitzer

Der Landbesitzer schreitet herein, gefolgt von Anna, seiner Gehilfin

2. Handmikrophon für Landbesitzer und Anna, sonst wie Szene 4

Mirjam, Andreas, Simon, Jeremias und der Großvater verbeugen sich sofort tief)

(M2)Diener: Macht Platz, der Landbesitzer kommt.

Andreas: Guten Abend Herr, schön Sie zu sehen.

Landbesitzer: Schön, dich zu sehen, Andreas. Na, erfolgreich wie ich es erwarte? Alles im grünen Bereich?

Andreas: Selbstverständlich, Herr. Die besten Schafe weit und breit, das beste Futter. Und natürlich die besten Hirten.

Landbesitzer: Die besten Hirten, jaja. Das sagst du so. Aber brauche ich wirklich so viele Hirten? Die Zeiten sind hart, wir müssen sparen.

Anna: Ja Herr. Hirten sind teuer.

Landbesitzer: Was ist denn mit dem Alten da? Bringt der es noch? Und was soll eigentlich das Kind dazwischen? Soll ich das auch noch durchfüttern.

Anna: Das geht natürlich nicht. (zu Mirjam) Hau ab, du hast doch gehört, du bist hier nicht erwünscht. Und ich bin dafür zuständig, dass die Befehle meines Herrn auch ausgeführt werden. (Mirjam versucht sich hinter den Hirten zu verstecken)

Andreas (stellt sich vor die Gruppe): Herr, der alte Mann arbeitet noch hervorragend. Er ist einer meiner besten Hirten. Und das Kind, das ist nur ganz ausnahmsweise hier und ist uns eine echte Hilfe.

Philipp: Es bekommt auch kein Essen und keine Bezahlung.

Landbesitzer (nur zu Andreas, Philipp bewusst ignorierend): Na, wenn du das sagst Andreas, ok. Aber das Kind will ich hier nicht noch einmal sehen. (Zum Großvater) Und du pass auf, ich habe dich im Auge. Bei mir gibt es nur für die Besten Arbeit und wenn einer da nicht mehr mithalten kann, ist er draußen. Wir sind schließlich keine Sozialeinrichtung und müssen außerdem sparen.

Anna: Habt ihr gehört: Keine Sozialeinrichtung. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir jeden durchfüttern würden. Da wären wir schnell nicht mehr konkurrenzfähig.

Landbesitzer und Gefolge treten ab

Großvater: Danke, Andreas.

Andreas: Solange ich hier draußen das Sagen habe, wird niemand beim Landbesitzer schlechtgemacht.

Simon: Immer der Beste sein, immer toll, wie soll das eigentlich gehen?

Salomo: Geht schon. Und Erster sein macht doch am meisten Spaß.

Andreas: Spaß – ja, solange es ein Spiel ist. Aber das hier ist kein Spiel mehr.

Jeremia: Ich will nicht, dass der alte Mann weggejagt wird. Er gehört doch zu uns.

Philipp:Alles was ich kann habe ich von ihm gelernt.

Salomo: Die Nacht bricht herein.

Philipp:Ich bin schon ganz müde. Lasst uns ein wenig schlafen.

Licht wird noch dunkler, fast aus.

Die Hirten und Mirjam legen sich hin. Handmikrophon 2 wird an Engel und Engelchor übergeben

Instrumentalmusik (Moll)

6. Szene: Der Engel und der Engelchor

Licht wird etwas heller und golden

1. Handmikrophon beim Engel, sonst wie bisher

Es wird langsam hell

Mirjam: Was ist das für ein Licht? Mitten in der Nacht? Mann, ist das schön- aber es macht mir auch Angst, hoffentlich ist das nichts Gefährliches!

Licht wird hell und golden.

Engel tritt mit Engelchor zusammen auf

Instrumentalmusik (vom Himmel hoch)

Engel: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Engelchor : (Verstärkung von Sängerinnen vor der Bühne – dort sollte noch ein Standmikrophon sein, das für eine Gruppe geeignet ist)
Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.(3 mal)

Goldanteil des Lichts geht weg, mäßig hell (es ist Nacht)

7. Szene: Die Hirten laufen zur Krippe

2 Headsets immer noch bei Mirjam und Großvater, Handmikrophon 1 nach wie vor bei den Hirten

Beim Licht keine Änderung

Simon : Ich will Erster an der Krippe sein. Ich will diesen Heiland zuerst sehen.

Jeremias: Nein, ich!

Alle Hirten durcheinander: Ich will Erster sein!

Andreas: Ruhe! Bei den Hirten bin immer ich der Erste, denn ich bin hier der Chef. Und jetzt streitet nicht rum, sondern lauft los!!!

Hirten treten ab, Großvater und Mirjam setzen sich auf die Bank.

Helles, weißes oder bläuliches Licht dazu, eventuell mit Effekten zusammen mit Musik 2

Tanz der Hirten unter dem Motto: Ich will Erster sein

Wenn Musik endet, Licht wie zuvor

Tänzer treten ab

Kleiner Stern tritt auf und winkt

Mirjam: So schnell wie die sind wir nicht.

Großvater: Nein, aber machen wir uns trotzdem auf den Weg. Wo sind die denn überhaupt lang? Wo ist der richtige Weg?

Mirjam: Schau mal dort, da ist noch ein kleiner Stern. Der sieht aus, als ob er winkt. Ob der uns den Weg zeigen will?

Großvater: Der Engel hat nicht nur zu den Starken gesprochen, sondern auch zu uns. Dann hat er uns vielleicht einen Boten geschickt, damit auch wir den Weg finden.

Folgen dem Sternchen

Vorhang zu

Lied: Stern über Betlehem (Gemeinde, 3 Verse)

8. Szene : Unterwegs

Vorhang auf

2 Headsets(Mirjam und Großvater), 1 Handmikrophon (Judith, Ester und Markus) 1 Handmikrophon (mähh)
Mirjam und der Großvater treten auf. Am Bühnenrand der Schafstall von Landbesitzer Tobias

Licht wie zuvor

Mirjam: Ich hoffe, wir sind noch richtig. Ich sehe gerade den Stern nicht.

Großvater: Gehen wir mal weiter.

(M2)Man hört ein leises, aber deutlich vernehmbares ‚Määähhh‘

Mirjam: Hast du das gehört? Das war ein Schaf. Das muss sich verirrt haben. Das arme Tier. Wir müssen es suchen.

Großvater: Wir wollen doch das Kind suchen!

Mirjam: Aber das Schaf braucht bestimmt Hilfe. Dahinten ist es. (Rennt hinter die Bühne und kommt kurz darauf mit einem Schaf auf dem Arm zurück). Schau, ein ganz kleines Lamm. Wo bringen wir es hin?

Großvater: (Schaut das Lamm an) Ich sehe es, es gehört zu den Schafen von Tobias. Schaut, dort hinten ist sein Schafstall. Dort gehört es hin.

Gehen zum Schafstall

Mirjam: Hallo!

Judith, Markus und Esther kommen heraus

(M1)Esther: Was wollt denn ihr hier?

Markus: Gehört ihr nicht zu den Kerlen, die uns heute unsere ganze Herde verscheucht haben?

Noemi:Ihr habt uns gerade noch gefehlt!

Judith: Haut bloß ab, sonst setzt es was.

Mirjam: Das mit den Schafen tut uns Leid. Das waren auch nicht wir. Wir haben ein Lamm gefunden, das euch gehört und das wollten wir euch bringen.

Markus: Tatsächlich, unser vermisstes Lamm.

Noemi:Wer hätte das gedacht?

Judith: Her damit! (Reißt es Mirjam vom Arm und verschwindet).

Esther: Danke, aber das hätten wir morgen schon selbst gefunden. (Rennt Judith nach)

Noemi:Auf Eure Hilfe sind wir nicht angewiesen!(Rennt Esther und Judith nach)

Markus: Tut mir Leid, dass die drei so sind. Aber die ewigen Konkurrenzkämpfe zwischen euren und unseren Leuten machen uns Alle irgendwie kaputt. Macht’s gut, aber ich muss jetzt rein, sonst bekomme ich Ärger. Mein Herr erlaubt uns nicht, dass wir mit euch reden. (Tritt ab).

Großvater: Ziehen wir weiter und suchen das Kind in der Krippe. Vielleicht sind wir dort willkommen.

Stern tritt auf und zeigt in eine Richtung

Mirjam: Schau, da ist der Stern wieder. Gehen wir.

Vorhang zu

Musik: Die Nacht ist vorgedrungen (16) Vanessa + Gesangssolisten

9. Szene An der Krippe

Vorhang auf

Licht mit Gold dazu

2 Headsets (Großvater und Mirjam) 2 Handmikrophone: Hirten/ Maria und Josef

Auf einer Seite der Bühne ist die Krippe mit Maria, Josef und dem Kind zu sehen.

Das Sternchen als Führer und der Großvater zusammen mit Mirjam treten auf.

Großvater: Schau, wir haben es gefunden.

Mirjam: Und es ist so ruhig. Sind die Anderen denn noch nicht da? Sind wir etwa die Ersten?

Großvater: Sieht fast so aus. (Das Sternchen beginnt, ungeduldig zu winken) Schau, der Stern meint, wir sollen endlich rein gehen.

Die beiden betreten den Stall

Mirjam: Schau, da ist das Kind, wie es der Engel gesagt hat.

(M2)Josef: Guten Abend. Wer seid denn ihr? Woher kommt ihr.

Großvater: Wir sind Hirten von draußen vom Feld. Ein Engel hat uns verkündigt, dass Gott uns in dieser Nacht den Retter geschickt hat und dass wir ihn hier in der Krippe finden werden.

Mirjam: Er soll der Welt den Frieden bringen. Und wir haben ihn zuerst gefunden. Der alte Großvater und ich, das Mädchen, das nichts kann.

Maria: Es ist schön, dass ihr da seid. Aber sag mir, warum denkst du, dass du nichts kannst? Das ist doch bestimmt Unsinn. Und was meinst du mit ‚zuerst gefunden‘? Kommt etwa noch wer?

Lautes Poltern und die weiteren Hirten kommen zur Tür herein gehumpelt

(M1)Jeremias: Endlich, wir haben es geschafft

Simon: Aber warum sind die Beiden denn schon da?

Andreas: Kein Wunder! Erst haben wir uns verirrt, dann sind wir in der Hektik übereinander gefallen, so dass sich Salomo den Fuß verstaucht hat.

Philipp: Ephraim hat sich eine blutige Nase geholt hat und ich bin über eine Wurzel gestolpert in der Dunkelheit und jetzt tut mir bei jedem Schritt das Knie weh. Wir haben ewig gebraucht.

Andreas:Und mir tut der Rücken weh.

Simon: Und dann mussten wir auch noch an der Zollstation mit den Zöllnern rumstreiten. Wieso haben wir uns eigentlich mit denen angelegt?

Andreas: Die wollten Geld von uns. Das ist nicht erlaubt. Das lasse ich mir nicht bieten.

Josef: Aber jetzt seid ihr da! Was hat euch denn hergeführt?

Jeremias: Wir wollen das Kind sehen. Den Retter der Welt. Den, der Frieden auf die Erde bringt.

Maria: Dann tretet doch näher und schaut! Oder ist es wichtiger zu diskutieren, wer jetzt warum ein bisschen länger gebraucht hat?

Andreas: Verzeiht, das war wirklich dumm von uns. Und was noch viel schlimmer ist: Wir haben ganz vergessen, ein Geschenk mitzubringen.

Großvater: Aber ich habe daran gedacht. Schaut, ich habe ein kleines Holzschaf, das ich geschnitzt habe, als ich mich draußen beim Stall Bewachen gelangweilt habe. Damit kann das Kind spielen, wenn es etwas größer ist.

Miriam: Schaut doch das Kind an, wegen dem ihr gekommen seid. Gottes Sohn ist gekommen und ihr schaut nicht mal richtig hin.

Simon: Seht, ein kleines Kind, nicht stark, nicht groß, nicht mächtig in dieser Welt. Und doch – von Engeln angekündigt, das Wichtigste, was es geben kann.

(Alle knien oder stellen sich um die Krippe, Musik :Als ich bei meinen Schafen wacht-Instrumental)

Jeremias: Bei Gott kommt es eben nicht darauf an, der Beste und der Erste zu sein.

Großvater: Dann werden die Mächtigen auch nicht für alle Zeit die Sieger sein und wir die Verlierer.

Andreas: Das verstehe ich nicht richtig. Wie meinst du das?

Großvater: Wenn Gott wollte, dass wir immer die Besten sind, wenn das wirklich gut und wichtig wäre, dann hätte er uns Menschen nicht dieses Kind anvertraut.

Miriam: Ein Kind braucht Liebe, Fürsorge, Aufmerksamkeit.

Jeremias: Und Frieden.

Miriam: Und Anerkennung.

Simon: Und Freunde und Spaß und noch viel mehr .

Andreas: Das ist es, was Gott von uns will. Das ist es, was auch wir geben können für den Frieden auf Erden.

Vorhang zu

 

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