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Der alte Stall von Bethlehem
Ein Krippenspiel darüber, wie die Menschen in Bethlehem zusammenhelfen, damit Jesus unter einem Dach zu Welt kommen kann und damit zeigen, wie Frieden auf Erden entstehen kann.
Mitwirkende
1. Szene
Eulenmutter Roswitha (in allen Szenen dabei)
Eulenkind Felix
Eulenkind Thea
Eulenkind Olivia
Eulenkind Enno
Eulenkind Philippa
Eulenkind Uta
Eulenkind Elvira
Eulenkind Alma
2. Szene
Hirte Elia
Hirte Tobias
Hirtin Judith
Hirtin Lea
Hirte Andreas
Hirte Peter
Hirte Max
Hirtin Julia
Eule als Stabpuppe
3. Szene
Maria
Josef
Esther
Markus
Thomas
Miriam
Timo
Timos Frau Junia
Isai
Benjamin
Anna
Handwerker
Eule als Stabpuppe
4. Szene
Hirte Elia
Hirte Tobias
Hirtin Judith
Hirtin Lea
Hirte Andreas
Hirte Peter
Hirte Max
Hirtin Julia
Engel
Engelchor
Eule als Stabpuppe
5. Szene
Maria
Josef
Die Hirten
Eule als Stabpuppe
6. Szene
Wie erste Szene
1. Szene: Die Eulenmutter erzählt
(Angedeutetes Dachgebälk eines Stalles, Fenster mit Blick auf einen Dorfplatz)
Tanz der Eulen
Die Eulen setzen sich
Roswitha: So Kinder, jetzt ist unsere erste Nacht außerhalb des Nestes beendet. Es wird bald hell. Hier können wir gut den Tag über schlafen. Kommt zu mir.
Thea: Ich bin noch gar nicht müde.
Roswitha: Wir sind Eulen und schlafen tagsüber, wir sind doch keine Menschen, die tagsüber wach sind und nachts schlafen.
Felix: Wo sind wir hier?
Roswitha: Im alten Stall von Bethlehem
Olivia: in dem alten Stall?
Roswitha: Ja Kinder, in dem Stall, von dem ich euch erzählt habe.
Enno: Mama, erzähle uns die Geschichte noch einmal.
Alle Eulenkinder rufen: Bitte!!!
Roswitha: Gut, ich erzähle euch Geschichte noch einmal. Und hinterher wird geschlafen. Seid still und hört gut zu. Vor vielen Jahren, lange bevor ihr aus dem Ei geschlüpft seid, schlief ich meistens hier oben im Gebälk dieses Stalls. Abends, wenn ich aufgewacht war, schaute ich immer gleich aus dem Fenster und auch morgens schaute ich aus diesem Fenster auf den Dorfplatz, bevor ich einschlief.
2. Szene: Die Hirten ziehen aufs Feld
(Platz vor dem Stall am Morgen , man sieht oben das Stallfenster, aus dem (als Puppe) Roswitha schaut, Roswitha ist jetzt nur als Erzählerstimme zu hören.)
Roswitha: An jenem Morgen war ich satt und zufrieden und wollte mich gerade zur Ruhe begeben, als ein paar Menschen auf dem Dorfplatz auftauchten.
Eine Gruppe Hirten tritt gähnend auf, Elia kommt dazu)
Elia (fröhlich): Guten Morgen, Leute!
Andreas: Guten Morgen, und sei nicht so laut, wir sind noch nicht so wach.
Elia: Entschuldigung. Wenn wir draußen bei den Schafen sind und die anderen Hirten abgelöst haben, gibt es Frühstück. Spätestens dann seid ihr doch auch fit.
Tobias: Und morgen früh ist unsere Schicht wieder vorbei. Die Arbeit bei den Schafen ist ganz ok.
Julia: Aber ziemlich ungesund. Mein Vater hat vor zwei Jahren aufhören müssen, als Hirte zu arbeiten, weil seine Gelenke nicht mehr mitmachen. Dabei ist er erst Mitte vierzig.
Elia: Und was macht er jetzt?
Julia: Er schlägt sich irgendwie als Tagelöhner durch, eine feste Stelle hat er nicht wieder gefunden.
Judith: Ich würde auch lieber später anfangen. Da oben sitzt eine Eule am Fenster des alten Stalls. Wenn die noch wach, ist es für mich viel zu früh.
Lea: Ich habe das Gefühl, mitten in der Nacht aufgestanden zu sein. Aber daheim ist es im Moment auch unerträglich.
Elia: Du meinst wegen der Fremden.
Lea: Unmöglich, das Ganze. Kaiser Augustus will eine Volkszählung und deshalb müssen alle Männer mit ihren Familien dorthin zurück, wo sie geboren wurden.
Tobias: Und deshalb sind bei uns jede Menge fremder Menschen. Manche reden so seltsam und haben komische Kleider an. Ich weiß nicht, ob man denen trauen kann.
Max: Mir sind die auch verdächtig.
(Alle schütteln voller Bedenken den Kopf)
Lea(schaut zum Stall): Die Eule sitzt immer noch da. Was ist das für ein Stall, in dem sie sitzt? Der sieht jedes Jahr gammliger aus. Mit den Löchern im Dach ist er nicht mehr zu gebrauchen.
Elia: Das ist der älteste Stall von Bethlehem. Er gehört Miriam. Die braucht ihn nicht mehr. Sollte man eigentlich abreißen.
Tobias: Oder reparieren.
Elia: Wozu, wenn ihn keiner mehr braucht? Wegen der Eule muss man ihn nicht stehen lassen.
Judith: Kommt endlich, wir müssen zur Arbeit.
Max: Die andere Schicht möchte endlich nach Hause. Die sind sicher schon ganz durchgefroren.
(Hirten gehen ab)
Roswitha: Meinen Lieblingsschlafplatz abreißen – ohne Rücksicht auf mich. Zum Glück gehörte der Stall der alten Miriam und nicht den Hirten. Ich machte mir keine Sorgen, setzte mich auf meinen Balken und verschlief den Tag. (Eulenpuppe verschwindet vom Fenster)
3. Szene: Maria und Josef suchen eine Unterkunft
(selber Platz, anderes Licht, Roswitha ist wieder am Fenster zu sehen)
Roswitha: Am späten Nachmittag, als ich wieder aufwachte, sah der Dorfplatz plötzlich ganz anders aus. Leute aus dem Dorf standen da, überlegten und redeten. Mitten zwischen ihnen saßen ein fremder Mann und eine Frau. Die Frau war hochschwanger und beide sahen gar nicht glücklich aus.
Maria: Josef, so etwas Dummes, dass alle wegen dieser Volkszählung in ihre Heimatstadt müssen. Hat Kaiser Augustus überhaupt nicht überlegt, dass dann auch alle dort unterkommen müssen? Und ausgerechnet jetzt, wo wir unser erstes Kind bekommen. Wir brauchen heute Nacht ein Haus.
Josef: Maria, ich bin zwar Zimmermann, aber ich kann nicht an einem Abend ein Haus bauen. Die Leute hier geben sich so viel Mühe, etwas für uns zu finden.
Markus: Wir können die Beiden doch nicht auf der Straße lassen. Aber bei mir ist Alles voller Gäste. Meine Familie und ich, wir schlafen schon in der Küche.
Thomas: Mir ist bei der ganzen Sache nicht wohl. Die römischen Besatzer haben die Leute einfach bei uns einquartiert. Was für seltsame Menschen das zum Teil sind. Bei mir wohnt einer, der heißt Timo.
Benjamin: Komischer Name. Ich kenne keinen, der hier so heißt.
Thomas: Wenn es nur der Name wäre. Die ganze Familie ist so anders als wir. Timo sagt, er sei als ganz kleines Kind mit seinen Eltern von hier weggegangen. Er lebt jetzt hoch im Norden irgendwo im Gebirge. Seine Frau heißt Junia und ist auch von dort.
Miriam: Ja und?
Thomas: Meine Frau sagt, Junia könne noch nicht mal richtig kochen. Man müsse ihr Alles beibringen. Und dann mögen diese Leute zu guter Letzt unser wunderbares Essen nicht.
Miriam: Vielleicht kennen sie anderes Essen als wir.
Thomas: Unsinn. Niemand kocht so gut wie meine Frau. Die sind einfach unverschämt und haben von nichts eine Ahnung. Bin ich froh, wenn die wieder weg sind.
Anna: Bei uns sind fünf Männer und vier Frauen. Dazu noch ein paar Kinder. Die Römer haben gesagt, wer ein großes Haus hat, muss auch viele unterbringen.
Esther: Ich habe auch Fremde im Haus. Was das kostet! Die machen uns arm. Miriam, wie siehst du das?
Miriam: Die Menschen können nichts dafür. Aber niemand bringt mehr jemand unter. Es gibt kein Haus in der Stadt, in dem noch Platz ist. Selbst die Betten der Hirten, die heute Nacht auf dem Feld sind, sind vermietet. Und es wird in wenigen Stunden dunkel.
Markus: Ausgerechnet um diese Beiden, die wirklich Hilfe brauchen, kümmern sich die römischen Besatzer nicht. Das hätten sie von vorneherein besser organisieren müssen.
Maria: Wir waren zu langsam und sind nicht nachgekommen, als alle in die Häuser verteilt wurden.
Thomas: Meine Frau hat gesagt, ihr tut das Bein wieder so weh, das sie sich vor ein paar Jahren gebrochen hat. Das bedeutet, es wird vielleicht Regen geben. Da braucht man ein Dach über dem Kopf.
Esther: Aber ein ruhiger Ort muss es auch sein. Möglicherweise kommt ihr Kind heute Nacht auf die Welt.
Markus: Das wird schwierig. Aber vielleicht ist die Lösung viel näher, als ihr glaubt. Schaut mal darüber.
Alle: Der alte Stall????
Esther: Aber Markus, du spinnst. Der alte Stall wird seit ewigen Zeiten nicht mehr benutzt, ist randvoll mit Gerümpel und Dreck. Das Dach ist voller Löcher, und Thomas Frau hat gesagt, dass es bald regnet. Unten wohnen noch ein paar Mäuse und unterm Dach die komische Eule. (Roswitha verschwindet schnell vom Fenster). Das ist keine Unterkunft für Menschen.Da soll ein Kind zu Welt kommen? Das kann nicht dein Ernst sein.
Benjamin: Das kann man Alles reparieren. Es kann doch nicht so schwer sein, ein Dach herzurichten.
Esther: Aber das dauert doch ewig.
Isai: Esther, ein neues Haus zu bauen, das deinen Ansprüchen genügt, das dauert ewig. Diesen Stall wieder herzurichten, dass er brauchbar ist, das kann schnell gehen, wenn alle mit anpacken. Du bist wirklich eine Nervensäge. Immer hast du etwas auszusetzen.
Esther: Aber es wird schon bald dunkel.
Isai: Erstens dauert das noch eine Weile und zweitens kann man auch noch bei Laternenlicht fertigmachen.
Esther: Aber..
Markus: ‚Aber‘ hilft nichts. Man muss etwas tun statt nur zu reden.
Thomas: Das sagt auch meine Frau.
Markus: Miriam, dir gehört doch der alte Stall. Du hast doch sicher nichts dagegen, wenn wir ihn herrichten?
Miriam: Ihr würdet mir einen riesigen Gefallen tun. Ich frage mich schon lange, was aus dem Stall werden soll. Ich selbst habe weder Kraft noch Geld, ihn zu reparieren.
Esther(triumphierend): Aber ich fürchte, es geht doch nicht. Das Dach ist in der alten Strohbauweise gemacht. Das kann heute niemand mehr.
Thomas: Schaut, da kommen der komische Timo und seine Frau aus dem Norden.
Timo und Junia treten auf
Timo: Guten Abend die Herrschaften.
Junia: Können wir ihnen behilflich sein? Sie sehen so sorgenvoll aus.
Thomas: Ihr? Vergesst es. Oder könnt ihr etwa das Dach da reparieren?
Timo: Dieses Dach – Oh ja. Die Dachart ist mir vertraut. In unserer Heimat baut man die meisten Häuser so. Ich helfe gerne.
Junia: Mein Mann und ich sind Dachdecker. Wir freuen uns, Ihnen behilflich sein zu können, wo wir Ihnen doch so viele Umstände machen.
Thomas: Äähh, ach so, ja, äh, ich wussteja nicht
Benjamin: Vielen Dank für Ihr Angebot. Das nehmen wir gerne an. Wir müssen ganz schnell den alten Stall reparieren, um eine Unterkunft für diese Beiden zu haben.
Timo: Dann fangen wir gleich an.
Esther: Macht was ihr wollt, ich helfe euch nicht. Das wird sowieso nichts. Aber die Eule sollte man rauswerfen.
Isai: Jetzt lass die Eule in Ruhe. Die stört niemanden. Wir suchen lieber noch ein paar Leute, die mitmachen. Wenn viele mitmachen und mit Gottes Hilfe haben wir vor Einbruch der Nacht ein Quartier für die Beiden. Und du könntest wenigstens zum Schluss ausfegen.
(Drückt Esther einen Besen in die Hand, den sie schnell wieder weg wirft).
Josef: Ich bin Zimmermann, ich kann auch mithelfen – fangen wir an.
Isai: Einer istZimmermann, einer Dachdecker, ich bin Maurer – für alles, was zu tun ist, findet sich jemand.
Anna: Ich bin zwar keine Handwerkerin, aber mit einem Hammer umgehen kann ich auch.
Miriam zu Maria: Komm mit mir, ich habe daheim eine übrige Laterne, die holen wir. Mein Haus ist winzig, aber du kannst dich dort ausruhen, bis die Handwerker fertig sind. (gehen ab)
(alle bis auf Esther verschwinden im Stall)
Roswitha: Noch mehr Menschen kamen, um zu helfen. Menschen aus dem Dorf und Menschen, die wegen der Volkszählung da waren. Und dann ging es los. Alles, aber auch Alles wurde ausgeräumt. Was die Leute einfach in den alten Stall gestellt hatten! Kaputtes Geschirr, ein Tisch ohne Füße, alte Stühle und Bänke, zerfetzte Decken und vieles mehr. Das Einzige, was noch halbwegs brauchbar war, war die alte Futterkrippe. Die blieb drin.
(Zwei Bänke und einiges Gerümpel wir rausgetragen - Handwerkerrap)
Nun wurde repariert. Ein morscher Balken wurde ausgewechselt, lose Bretter wieder festgemacht. Zum Glück war es halbwegs dunkel, bevor Timo das Dach reparierte. Ich flog vorher geräuschlos und unbemerkt davon, raus zu den Hirten aufs Feld. Das letzte, was ich sah war Esther. (Esther nimmt den Besen und beginnt zu fegen)
4. Szene: bei den Hirten auf dem Feld
(Feld mit Hirten und Schafen, Roswitha sitzt auf einem Baum)
Tobias: Der Tag war erfreulich ruhig. Kein Ärger mit Raubtieren oder kranken Schafen. Nur der Regenguss vorhin.
Andreas: Der Regen hat wieder aufgehört. Er war gut für die Felder und wir konnten uns unterstellen.
Elia: Es war ein guter Tag.
Judith: Hier war es ruhig. Aber im Dorf muss etwas los sein.
Peter: Habt ihr das Hämmern auch gehört?
Andreas: Ja, das ist mir auch aufgefallen. Und schaut mal – seht ihr den alten Stall beim Dorfplatz?
Lea: Den mit der Eule?
Andreas: Ja, genau den. Ich glaube, da scheint Licht aus den Fenstern.
Lea: Wahrscheinlich hat die Eule eine Laterne.
Judith: Sei nicht so albern. Ich wüsste gerne, wer da ist.
Roswitha: Ich hätte es ihnen sagen können, aber wir Eulen reden nicht mit Menschen. Und weil wir Eulen auch viel bessere Augen haben als Menschen, bemerkte ich das helle Licht am Himmel als Erste.
Peter: Warum wird es auf einmal so hell?
(Der Engel tritt auf)
Andreas (erschrocken): Woher kommst du? Was willst du von uns?
Engel: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Engelchor tritt auf.
Engelchor: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.
Engelchor tritt ab.
Tobias: Die Engel Gottes bei uns auf dem Feld, dort, wo wir arbeiten.
Andreas: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, was bedeutet das?
Elia: Warum sagen die Engel das gerade uns?
Lea: Das weiß ich nicht. Aber sie haben es uns gesagt, also sind wir damit auch gemeint. Kommt, wir müssen dorthin, wo das neugeborene Kind ist.
Judith: Und die Schafe?
Andreas: Die Schafe können wir eine Weile alleine lassen. Nach dem Regen sind keine Raubtiere unterwegs. Gehen wir los. Ist doch klar, wo wir hinmüssen.
Tobias: Wohin gehen wir?
Andreas, Judith, Elia: Zum alten Stall von Bethlehem!
5. Szene: Im Stall
( Roswitha sitzt irgendwo hinten)
Roswitha: Ich als Eule war natürlich viel schneller als die Hirten und hatte Maria, Josef und das Kind schon lange gesehen, als die aufgeregten Hirten endlich ankamen. Aus Neugierde saß ich ausnahmsweise nicht oben im Gebälk, sondern versteckte mich.
Lea (an der Tür): Dürfen wir reinkommen?
Julia: Wir sind Hirten vom Feld.
Maria: Ihr seht so freundlich aus wie die meisten Leute hier. Kommt nur herein.
Andreas: Schaut, da ist das Kind, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend, wie es der Engel gesagt hat.
Josef: Ein Engel? Was hat euch ein Engel gesagt?
Judith: Er sagte: „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids“
Elia: Und dann waren da noch mehr Engel. Die sagten: ‚Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden ‘.
Peter: Was bedeutet Friede auf Erden?
Tobias: Ist der hier, dieser Friede?
Maria: Ja, ich glaube schon. Denn wir sind heute angekommen, wussten nicht, wo wir unterkommen sollen. Doch alle Menschen haben uns geholfen. Den Stall leergeräumt, das Dach geflickt.
Josef: Sie haben uns Decken, eine Laterne, Heuballen gebracht.
Maria: Viele Menschen aus Bethlehem haben mitgeholfen und viele, die wie wir als Fremde gekommen sind.
Tobias: Und womit können wir Gott die Ehre geben?
Maria: Weil die Menschen so gehandelt haben, konnte dieses Kind, das der Sohn Gottes ist, zur Welt kommen, unter einem Dach, in Ruhe und Frieden.
Judith: Jetzt habe ich es verstanden. Sie alle haben damit, ohne es zu wissen, Gott die Ehre gegeben. Max: Vielleicht haben auch wir schon einmal Gott die Ehre gegeben, ohne es zu merken.
Lea: Und Friede auf Erden ist da, wo Menschen ihre Probleme gemeinsam lösen, Unterschiede und Vorurteile überwinden. Ist das nicht sowieso das, was Gott schon immer von uns wollte?
6. Szene: Die Eulen werden müde
(Wie erste Szene)
Roswitha: So, Kinder, das war die Geschichte über den alten Stall von Bethlehem.
Philippa: Und was ist heute mit dem Stall? Sieht immer noch ganz gut aus.
Roswitha: Die Sachen, die sie Maria und Josef geliehen hatten, haben die Leute natürlich wieder abgeholt. Ein Mann, der wegen der Volkszählung nach Bethlehem gekommen war, blieb dort und mietete den Stall für seine Tiere von Miriam. Die kann das Geld gut gebrauchen.
Jeder wurde gebraucht, als Gott Mensch wurde. Die Fähigkeiten der Menschen aus dem Dorf waren so wichtig wie das Können der Fremden. Sie haben sich gegenseitig geholfen und so das Ziel erreicht.
Uta: Wieso sind die Menschen nicht immer so?
Elvira: Sie müssten doch nur tun, was ihnen von Gott gesagt wurde.
Alma: Dann wäre überall Friede auf Erden.
Roswitha: Da habt ihr Recht. Die Welt könnte viel besser aussehen. Und jetzt schlaft gut.
Alle Eulenkinder: Du auch.
Doris Vielsack
